30. Juli 2018
Datenklau und Shopping per Hacking - selbst für Laien ein Kinderspiel
Wie leicht es für versierte Internetnutzer ist, unsichere Webanwendungen ausnutzen, um Webseiten zu verunstalten, Kundendaten zu stehlen oder kostenlos einzukaufen wurde den Gästen des Wirtschaftsrates Deutschlands während einer Live Hacking-Veranstaltung in der Lokhalle Freiburg vor Augen geführt.
(Foto: WR)

Innerhalb kürzester Zeit und mit wenigen Klicks ist es möglich, auf legalen Wegen Informationen zu sammeln und diese dann zur eigenen Nutzenmaximierung - natürlich auf Kosten Dritter – gezielt einzusetzen. Binnen Minuten ließe sich eine neue Gartenbepflanzung quasi gratis ordern oder die eigene Sommergarderobe an den neusten Trend anpassen. Aber auch die Privatsphäre bleibt nicht geschützt. So wurde den erstaunten Zuhörern eindrucksvoll gezeigt, wie leicht sich beispielsweise Kameras von Tankstellen oder Möbelhäusern hacken lassen. Die aufgenommenen Bilder könnten sehr leicht für erpresserische Zwecke eingesetzt werden oder schlicht und einfach von Unbefugten gesammelt und gehortet werden. Erschreckenderweise ist dies theoretisch überall möglich, wo Sicherheitskameras zur Überwachung eingesetzt werden. Spezielle Internetsuchmaschinen liefern dem interessierten Laien zudem unendliche Auflistungen, welche Einrichtungen als nächstes gehackt werden wollen.

 

Thomas Haase - Penetrationstester in den Bereichen Web-, Mobile- und Embedded Security appellierte an die Besucher, die Sicherheitslücken ernst zu nehmen und sich auf den entsprechenden Informationsseiten im Netz (siehe Zusammenstellung) zu informieren. Zwar könne hundertprozentige Sicherheit kaum erreicht werden, aber die Einfallstore für möglichen Missbrauch der eigenen Daten sollten dringend minimiert werden.