03. August 2011
Demographie und Stadtentwicklung
Wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Kaiserslautern
Horst Peschla, Sprecher der Sektion Kaiserslautern/Südwestpfalz (Mitte), begrüßte als kompetente Gesprächspartner zum Thema "Demographie und Stadtentwicklung - Wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Kaiserslautern - Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern (rechts), und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Steinebach, Leiter des Lehrstuhls Stadtplanung an der Uni Kaiserslautern, im historischen Casimirsaal.
Foto: Wirtschaftsrat

Dr. Weichel ging in seiner Einführung auf die sich wandelnde Wirtschaftsstruktur am Standort Kaiserslautern ein. Früher sei die Stadt von der metallverarbeitenden Industrie dominiert worden, als Beispiele seien zu nennen Pfaff, Opel, Armatur- und Gußwerk sowie das Eisenbahnausbesserungswerk, und durch die militärische Präsenz, insbesondere der US-amerikanischen Streitkräfte, geprägt gewesen. Durch die Konversion und die Gründung der Technischen Universität Kaiserslautern in den 70er Jahren habe sich in den vergangenen Jahren ein positiver Wandel hin zur „Stadttechnopole Kaiserslautern“ vollzogen, verdeutlichte Prof. Steinebach.

 

Nachdem durch den Strukturwandel nahezu 20.000 Arbeitsplätze in der Region verloren gegangen seien, verzeichne man derzeit eine Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent. Dies entspreche in etwa dem Wert, wie er vor 20 Jahren im Jahr 1991 zu verzeichnen gewesen sei. Daher könne man den Strukturwandel als gelungen bezeichnen. Kaiserslautern sei nunmehr als Technologiestandort weiter auszubauen. Mittlerweile studierten über 12.000 junge Menschen an der TU und über 5.000 an der Fachhochschule, wobei insbesondere Informatik, Ingenieurwesen, Maschinenbau und Architektur die Schwerpunktfächer bildeten. Die Nähe zur Wirtschaft werde durch den Technologietransfer gewährleistet. Diese Attraktivität des Standortes zeichne sich auch durch die angesiedelten wissenschaftliche Institute wie zwei Fraunhofer-Institute, Max-Planck-Institut und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Ingelligenz (DFKI) aus.

 

Wichtig, und dies ergab die Diskussion, sei es, möglichst viele Studierende am Standort Kaiserslautern einen Arbeitsplatz anzubieten, um sie nach dem Studium in der Region zu halten. Auch im Bereich Wohnen, so Dr. Weichel, sehe er für die Zukunft weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Kaiserslautern, insbesondere als Angebot für diejenigen, die in der Rhein-Neckar-Region arbeiteten.