24. März 2014
Der Euro bleibt, die Schulden auch ...
Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren der Einladung des Landesgeschäftsführers in das BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen gefolgt. In seiner Begrüßung gab der Landesgeschäftsführer seiner Hoffnung Ausdruck, dass noch in diesem Jahr ein Sektionsvorstand in Bautzen das Sektionsleben aktiv gestalten wird. Mit Blick auf die anstehenden Kommunal-, Landtags- sowie Europawahlen war das Thema der Veranstaltung treffend gewählt.

v.l.n.r.: Marko Schiemann MdL; Peter Michael Münnich, Landesgeschäftsführer Sachsen, Wirtschaftsrat der CDU e.V.; Dr. Frank Geilfuß, Leiter Kapitalmärkte, Anlagestrategie und Vermögensverwaltung, Bankhaus Löbbecke AG (Foto: Wirtschaftsrat)

Der Abgeordnete und Vorsitzende des Arbeitskreises Verfassung, Recht und Europa der CDU-Landtagsfraktion, Marko Schiemann, eröffnete den Anwesenden unter dem Titel „Europa, Perspektiven für das sächsische Unternehmertum“ einen Blick in die abgelaufene EU-Förderperiode auf Landessicht, heruntergebrochen bis auf Bautzen sowie die aktuelle Situation bezüglich der EU-Förderperiode 2014/19 mit bekanntermaßen rückläufigen Mitteln, deren konkrete Ausgestaltung bereits in den nächsten Wochen den sächsischen Landtag passieren soll. Bei einer Staatsfinanzierungsquote von mittlerweile rund 60 Prozent hat sich Sachsen in den letzten 20 Jahren positiv entwickelt, ist jedoch von der „Selbsttragungsquote“ mit 75 Prozent noch weit entfernt und hat insofern noch einen ambitionierten Weg vor sich, der nur durch prosperierende heimische Wirtschaft erfolgreich gemeistert werden kann.


Nach dieser eher mikroökonomischen Sicht auf Bautzen und Sachsen entführte der Chefvolkswirt des Bankhauses Löbbecke, Dr. Frank Geilfuß, die Anwesenden in die globale Welt. Vom Europa mit spätestens seit der Finanzkrise offenkundigen Disparitäten im Euro hin zu globalen Verwerfungen. Mit der Quintessenz, dass Deutschland als, zwar nicht mehr Exportweltmeister, aber starkes Exportland sich nicht ausschließlich hierauf fokussieren darf. Eine Steigerung der Binnennachfrage sowie ein moderates Nettolohnwachstum würde den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands auf eine breitere und damit sicherere Basis stellen. Diesem Antritt kommt die historisch niedrige Zinspolitik sowie die kaum gegebene Inflation momentan entgegen. Es gilt insofern, die Gründe für die in Europa insgesamt gegebene schwache Investitionsneigung zu eliminieren.  


„Mit Blick auf Deutschland und Sachsen dürfte diese schwache Investitionsneigung auch wesentlich auf die momentan gegebenen Unsicherheiten im Bezug auf auch künftig bezahlbare Energie zu suchen sein“, so der Landesgeschäftsführer, Peter Michael Münnich. Damit in Sachsen auch künftig als deutschem Industriestandort weiteres notwendiges Wachstum und damit schlussendlich Wohlstand generiert wird und keine De-industrialisierung aufgrund weiter ausufernder EEG-Umlagen erfolgt, ist Minister Gabriel zur kurzfristigen nachhaltigen marktwirtschaftlichen Reform des EEG gefordert.  

 

(Foto: Wirtschaftsrat)