10. Februar 2011
Stefan Hardt, Präsident der Hauptverwaltung Mainz der Deutschen Bundesbank:
„Der Euro ist ein Erfolg“
Bundesbanker Hardt vor dem Wirtschaftsrat Saarland
„Die Finanzwelt hatte in den letzten Jahren vier Krisen zu überstehen“, so Stefan Hardt, Präsident der Hauptverwaltung Mainz der Deutschen Bundesbank.

Zu nennen seien:

•    die Subprimekrise

•    die Bankenkrise

•    die Wirtschaftskrise und zuletzt

•    die vermeintliche Eurokrise.

 

Hardt widersprach der Vorstellung, dass die europäische Gemeinschaftswährung in der Krise sei. Grundsätzlich habe sich der Euro durch einen stabilen Wert nach außen und mit einem geringen Inflationsdruck nach innen ausgezeichnet. „Er war, ist und wird erfolgreich bleiben!"

 

Von einer „Euro-Krise" zu sprechen, so Hardt weiter, treffe nicht den Kern der Sache. Vielmehr handele es sich um eine „Staatsschuldenkrise im Euro-Raum", aufgrund von größer werdenden wirtschaftlichen Ungleichgewichten.

 

Als Beispiel nannte Hardt die Steigerung des deutschen Leistungsbilanzsaldos von gut drei Prozent während der letzten 10 Jahre, wobei etwa das griechische im gleichen Zeitraum bei minus neun Prozent lag. Die Länder Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien (PIIGS-Staaten) wiesen ebenfalls immer größere Leistungsbilanzdefizite auf.

 

Es gelte auf einen Pfad der Solidität in der Finanzpolitik zurück zu kehren, um die gegenwärtige Krise zu meistern und künftige Krisen zu vermeiden. Ganz auszuschließen seien derartige Entwicklungen allerdings nie, so Hardt weiter.