03. Dezember 2015
Der Gewinner heißt Deutschland
Friedrich Merz beim Wirtschaftsrat Saarland
Friedrich Merz, der frühere Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht Deutschland als Gewinner des derzeitigen Währungssystems, weil der Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar für die größte europäische Volkswirtschaft sehr günstig sei. Für andere Länder jedoch sei der Euro eine Last; sie könnten ihren Wettbewerbsrückstand nicht mehr durch Abwertungen korrigieren.

Anlässlich des Kaminabends des Wirtschafsrates  der CDU im Saarland unter der Leitung des Landesvorsitzenden Saar, Wolfgang Holzhauer, empfahl der heutige Vorsitzende der Atlantik-Brücke (Berlin) den Deutschen eine enge Zusammenarbeit mit den USA. Auch wenn man aus deutscher Sicht einiges an den Vereinigten Staaten zu kritisieren habe. Nur mit den Nordamerikanern zusammen könne Europa auf Dauer seinen globalen Spitzenplatz verteidigen.

Deshalb sei es auch unerlässlich, das TTIP-Abkommen umzusetzen. Merz beklagte, dass in der öffentlichen Diskussion manche Missverständnisse verbreitet seien. So sei beispielsweise die Behauptung völlig falsch, dass TTIP ein Vertrag zu Gunsten der Großkonzerne werde. Diese seien nämlich schon heute in der Lage, sich selbst auf den internationalen Märkten zu behaupten. Gerade der deutsche Mittelstand werde aber von TTIP profitieren können.

Die Kritik an den vorgesehenen privatrechtlichen Schiedsgerichten kann Merz nicht teilen. Diese seien schon lange globale Praxis. Sie seien sogar eine deutsche Erfindung. pr

Wendelin von Boch-Galhau wurde vom Landesvorsitzenden des Wirtschaftsrates der CDU, Wolfgang Holzhauer, anlässlich des Kaminabends für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat geehrt. Von Boch war auch einige Jahre Vorsitzender der Vereinigung.

Impressionen vom Kamnabend mit Friedrich Merz
Friedrich Merz wird vom Landesvorsitzenden Wolfgang Holzhauer bergrüßt (Foto: Staudt <<< feine adressen - finest - ssl >>>)
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