08. März 2017
Der Unternehmer ist nicht ersetzbar!
„Einfach loslegen und machen“ war das Motto der Veranstaltung der LFK Familien unternehmen und Mittelstand im FIZ Frankfurter Innovationszentrum. Gastgeber und Geschäftsführer des FIZ, Dr. Christian Garbe, brachte gemeinsam mit den Vorträgen von Fachfrau für Dienstleistungsinnovation Prof. Dr. Diane Robers und Praxis-Fachmann Frederic Lanz das Thema „Disruptive Innovationen“ den Teilnehmern näher.
Dr. Christian Garbe referierte über "Disruptive Healthcare" (Foto: Wirtschaftsrat)

Mit seinem Vortrag über „Precision Medicine: Disrupting Healthcare“ machte Dr. Christian Garbe den Auftakt. Der Geschäftsführer des Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie GmbH (FIZ) baut auf disruptive Innovationen als gegenwärtiges Zukunftsmodell. Beispielhaft hierfür sei die Pharmaindustrie: „Eine Datengrundlage muss im gesamten Medizin- und Pharmabereich geschaffen werden. Es geht um die Kategorisierung der Medikamente, die auf dem Markt sind.“ Die Digitalisierung schaffe dabei keine neuen Produkte, ermögliche aber ein besseres Zuordnen der bestehenden Medikamente. „Somit werden Zielverpflegungskosten vermieden“, für Garbe eine Innovation, die den Markt mehr als nur verbessern würde.

Prof. Dr. Diane Robers über Chancen und Herausforderungen (Foto: Wirtschaftsrat)

Prof. Dr. Diane Robers, Professorin für Dienstleistungsinnovation und Intrapreneurship und Forschungsdirektorin Entrepreneurship an der ESB Universität, vertiefte die Chancen und Herausforderungen von Digitalisierung und Disruption für den Mittelstand. Viel diskutiert werde die These, dass disruptive Innovationen bestehende Branchen auslöschen. „Das ist jedoch auf die Arroganz der bestehenden Branche zurückzuführen. Viele denken, sie könnten schneller und toller auf Änderungen reagieren und bleiben dabei unaufmerksamer gegenüber dem Neuen“, klärte Prof. Robers. Mittlerweile habe sich der Lebenszyklus von Innovationen verändert: sie sind selbstverständlich und automatisch.

Frederic Lanz berichtete über die Praxis-Wirkung von disruptiven Innovationen (Foto: Wirtschaftsrat)

Darauf knüpfte Frederic Lanz, Vice President Marketing & Sales, Kemppi Oy und Managing Director der Kemppi GmbH, an. Er erzählte aus der Praxis: Schweißen 4.0 – Digitale Transformation in der Schweißtechnik. „Eine Revolution ist nur solange eine Revolution, bis die ersten sie auch aufgreifen. Dann ist sie bereits ein Standard“, sagte Lanz. Dieser Standard müsse von der Branche aufgenommen werden. Wichtig sei es, Innovationen anzunehmen, dann seien sie nicht per se disruptiv für das eigene Unternehmen. „Manche sehen, was sie wollen. Andere, was sie daran hindert das zu erreichen“, sagte Lanz abschließend.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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