15. November 2012
Anlässlich der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verzögerung der Ausgabe von CO2-Zertifikaten erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.:
Der Wirtschaftsrat warnt vor übereilten Markteingriffen beim Emissionshandel!

„Der Emissionshandel ist auf Marktmechanismen ausgerichtet. Es kann deshalb nicht sein, dass die Preise durch die vorgeschlagene spätere Versteigerung von Zertifikaten kurzfristig künstlich in die Höhe getrieben werden. Damit wären weiteren dirigistischen Maßnahmen Tür und Tor geöffnet. Mit Rechtssicherheit für die Unternehmen hat das nichts zu tun. Solche ungeplanten Eingriffe in das europäische Emissionshandelssystem erhöhen nicht zuletzt die Belastungen für die europäische Industrie.

 

Notwendig wäre ein durchdachte strukturelle Reform des Systems, die auch den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einbezieht. Gleichzeitig darf nicht das Ziel aus den Augen verloren werden, das europäische System international zu vernetzen.  Es kann nicht sein, dass Europa klimaschützende Grenzen immer enger zieht, zugleich aber andere Länder munter weiter Klimagase ausstoßen. Auch wenn Europa beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle spielen will, so darf doch die Politik bei den Zielen und Instrumenten nicht überziehen.“

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Pressesprecher
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