05. Juli 2012
Stefan Teufel MdL referiert über die Politik für den ländlichen Raum
Wirtschaftsrat zu Gast in der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn
Bei seinem Besuch in Heiligenbronn erlebte der Wirtschaftsrat die franziskanische Spiritualität der Stiftung St. Franziskus und diskutierte mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel MdL über die Politik für den ländlichen Raum.
Unternehmer besuchen die Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn (Foto: Wirtschaftsrat)

„Man wird einfach etwas demütiger“, fasste Dr. Martin Leonhard, Sprecher der Sektion Rottweil/Tuttlingen, seine Empfindung nach der Präsentation der 1991 gegründeten, aus dem Kloster hervorgegangenen Stiftung durch die beiden Vorstände Hubert Bernhard und Michael Wollek knapp und treffend zusammen.

 

Nach dem Rundgang über das Gelände bis zur Kirche und zur Krypta folgte der Vortrag des Stefan Teufel MdL über „Politik für den ländlichen Raum“. Ein elementar wichtiges Thema: Sind doch mitentscheidend für den erfolgreichen Weg Baden-Württembergs und die errungene Spitzenposition in Deutschland die weitgehend ausgeglichenen Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landes, egal ob Ballungszentren oder ländlicher Raum.

Stefan Teufel MdL (Foto: Wirtschaftsrat)

Diese sieht der CDU-Politiker mit dem Regierungswechsel und einer anderen Schwerpunktsetzung in Gefahr. Gerade deswegen will er weiterhin für die Bereiche kämpfen, die als Standortfaktoren von entscheidender Bedeutung sind. So die Bildungs- und die Infrastrukturpolitik: „Ich bin froh, dass die Umfahrung Dunningen im Bau ist. Heute hätten wir keine Chance mehr, sie zu realisieren“. Auch die ärztliche Versorgung auf dem Land müsse angesichts veränderter Bedingungen für die Zukunft sichergestellt werden.

 

Während all diese Punkte auf einhellige Zustimmung stießen, entspann sich eine hitzige  Diskussion über die Energiewende. Vor herrschte Skepsis, ob die gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe bis in zehn Jahren, wenn die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen, zu schaffen ist.

 

„Wenn über 1200 Windräder im Land mit Dimensionen wie die des Stuttgarter Fernsehturms gebaut werden sollen, womit dann zehn Prozent des Energiebedarfs von der Windkraft kommen, habe ich Bedenken, ob dies so zu verwirklichen sein wird“, schloss Sektionssprecher Dr. Martin Leonhard ab.

Die Politik für den ländlichen Raum mit den Themen Energiewende und Verkehrsinfrastruktur stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der zahlreiche Mitglieder nach Heiligenbronn kamen.