26. März 2019
Der Wolf breitet sich aus: Die Entschädigungszahlen steigen immens
Wirtschaftsfrühstück der Sektion Südbrandenburg
Seit 2010 hat sich die Anzahl der Wolfsrudel bis heute von sieben auf über 70 in Deutschland verzehnfacht: „Einem Rudel gehören ca. acht bis zehn Tiere an“, informierte Dr. Klaus-Peter Schulze MdB, Mitglied des Ausschusses Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. So ist es nachzuvollziehen, dass es zu immer mehr Vorfällen mit Wölfen kommt, die stetig höhere Entschädigungszahlungen vom Bund an die Betroffenen nach sich ziehen. Jedoch „Wölfe zu fangen, zu verletzen oder zu töten ist nach Bundesnaturschutzgesetz verboten“, denn der Wolf stehe nach der Berner Konvention „unter strengem Schutz“, so Dr. Schulze.
Dr. Klaus-Peter-Schulze gibt Einblicke in die Wolfspopulationen in Europa (Foto: Wirtschaftsrat/ Katharina Gambushe)

Nachdem Dr. Schulze mit vielen Details zu den Wolfspopulationen in verschiedenen europäischen Ländern einen Überblick gegeben hatte, erläuterte er, welche Hilfsmaßnahmen für Weidetier-Besitzer in Deutschland in Kraft treten. „Es werden 80% der Kosten für Bewachung, Herdenschutzhunde und Zäune vom Landwirtschaftsministerium übernommen“, erklärte er.

 

Im Deutschen Bundestag wurde in den letzten Jahren mehrmals zum Thema Wolf getagt. Entscheidungen über etwaige Gesetzesänderungen zum Schutze der Landwirte seien bisher nicht getroffen worden, so Dr. Schulze.