Die Nachbarländer Deutschland und Frankreich verbindet eine jahrhundertelange Geschichte; die Bedeutung einer guten Beziehung beider Staaten istunumstritten. Rund 95 Prozent der Deutschen sehen Frankreich als den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Partner und auch für ein starkes Europa. Nach dem Brexit ist die Achse zwischen den beiden Ländern unabkömmlich. Sophie Laszlo, französische Generalkonsulin, betonte im Zuge der neuen Präsidentschaftsära unter Emmanuel Macron, dass sich einige Strukturen zukünftig in Frankreich verändern werden. Es gebe neue Reformen für das Sozialsystem, damit verbunden das Renten- und Ausbildungssystem, für das Arbeitsrecht und der Arbeitslosigkeit begegnend, die mittlerweile bei 10 Prozent liegt. Ein weiteres Thema der Agenda Macrons werde die Stabilisierung des Haushalts einnehmen. Aber auch neue Reformen, die sich positiv für Unternehmen auswirken, sollen in Angriff genommen werden. Die Entschlackung der Regulierung solle eine Erleichterung für Unternehmen sein. Auch die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen würde in den Fokus der geplanten Amtshandlungen rücken.

In kulturellen Fragen sehe die Generalkonsulin den Schwerpunkt in der Kommunikation. „Die unterschiedlichen Sprachen erschweren oft einen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich“, erklärt sie weiter. Dafür soll eine Brücke geschaffen werden, um die Sprachbarrieren zu durchbrechen. Dies geschehe durch Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Schulen, französische Studenten, die in Deutschland immatrikuliert sind und andersrum und die Annäherung durch gegenseitiges Repräsentieren auf Veranstaltungen oder in kulturellen Einrichtungen.