02. Mai 2012
Deutsche Arbeitsmarktpolitik - Zukunftsmodell für Europa!

"Weltweit wird Deutschland um sein Jobwunder beneidet", erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. "Der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter drei Millionen, die Rekordbeschäftigung von über 41 Millionen Erwerbstätigen und der Anstieg der Arbeitsproduktivität um vier Prozent seit 2005 belegen eindrucksvoll: Die in den Vorjahren erreichte Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die moderate Lohnentwicklung taugen als Vorbild für ganz Europa."

Gerade in der Krise habe sich die Dialogfähigkeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern einmal mehr bewiesen und sich das Erfolgsmodell der Sozialpartnerschaft bewährt, so Steiger weiter.

"Falsch ist, dass die Arbeitnehmer in Deutschland nicht am Wirtschaftsaufschwung beteiligt wurden: Die Lohnstückkosten sind seit 2005 immerhin um 3,6 Prozent gestiegen. Richtig ist hingegen, dass damit die Lohnentwicklung im europäischen Vergleich moderat war und entscheidend zur verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beigetragen hat.

Wenn die mangelnden Absatzchancen von Produkten europäischer Peripherieländer auf den Weltmärkten beklagt werden, dann sollten diese sich an der produktivitätsorientierten Entlohnung in Deutschland ein Vorbild nehmen", empfiehlt Steiger.

"Umso törichter wäre es für die Bundesrepublik, durch eine Orientierung an den beschäftigungspolitischen Verlierern das weltweit beneidete deutsche Jobwunder zu verspielen und eine einheitliche politische Lohnuntergrenze einzuführen. Stattdessen gilt es, die deutsche Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und weiterhin auf Flexibilität und Tarifautonomie zu setzen!"


Weiterführende Informationen:

 

Themenseite Arbeitsmarkt und Alterssicherung

 

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