30. Oktober 2017
Deutschland braucht einen Pakt für den Netzausbau
Wirtschaftsrat positioniert in der FAZ und Energate

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert heute in der FAZ und dem Branchendienst Energate Messenger einen schnelleren Ausbau der Stromleitungen und eine bessere Synchronisation der erneuerbaren Energien. Anlass war die kurzfristig anberaumte Ressortabstimmung des noch SPD-geführten Bundeswirtschaftsministeriums zur Änderung der Stromnetzzugangsverordnung, parallel zu den energiepolitischen Sondierungen von Union, FDP und Grünen. Sie hat das Ziel, eine Teilung der deutschen Strompreiszonen zu verhindern. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, erklärt, die Verordnung sei ein Herumdoktern an den Symptomen statt die eigentlichen Ursachen anzugehen. Da die Stromleitungen fehlen, um steigende Windstrommengen von Norden in die industriellen Verbrauchszentren nach Süden zu transportieren, entwickeln sich Netzentgelte zu einem enormen zweiten Kostentreiber der Energiewende neben der EEG-Umlage, der schon heute ein Viertel der Stromrechnung ausmacht.

„Union, FDP und Grüne sind in der Verantwortung bei den Sondierungsgesprächen jetzt die Weichen für einen beschleunigten, kosteneffizienten Netzausbau auf allen Spannungsebenen zu stellen, um die einheitliche Strompreiszone sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit am Standort Deutschland zu erhalten“, mahnt Wolfgang Steiger. „Dabei gilt es den Ausbau der Erneuerbaren mit dem Netzausbau besser zu synchronisieren und Grenzkuppelkapazitäten zwischen Nachbarländern bis 2030 auf mindestens 15 Prozent der installierten Leistung auszubauen. Eine Ausweitung des Vorrangs für Erdverkabelung auf Wechselstromtrassen muss als mögliche weitere Explosion der Netzkosten dringend verhindert werden.“

 

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