13. Mai 2015
Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderung
Dr. Claudia Lücking-Michel MdB vor Wirtschaftsrat Bonn
v.l.n.r. Eldach-Christian Herfeldt, Dr. Claudia Lücking-Michel MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

„Das Thema Zuwanderung ist aufgrund demographischer Veränderungen und des damit verbundenen Fachkräftemangels von höchster Aktualität und Brisanz. Eine Anpassung des Aufenthaltsrechts ist daher dringend geboten“, betonte Eldach-Christian Herfeldt, Sprecher des Bonner Wirtschaftsrates der CDU e.V., bei einer Veranstaltung mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel.


Der Fachkräftemangel sei mittlerweile in den Betrieben und Unternehmen angekommen. Vor allem abseits der Ballungsgebiete, in den ländlichen Regionen mit vielen mittelständischen Unternehmen, hinterlasse der Mangel an geschulten Arbeitskräften Sorge und Ratlosigkeit bei der ein oder anderen Geschäftsleitung. „Deutschland braucht ein zukunftsfähiges Konzept, das im arbeitsmarktpolitischen Interesse die Einwanderung qualifizierter junger Menschen erleichtert“, so Herfeldt. Das derzeitige Aufenthaltsrecht sei zu bürokratisch, was es hochqualifizierten Kräften erschwere nach Deutschland zu kommen. Dieses müsse durch ein zeitgemäßes Einwanderungsgesetz ersetzt werden. Zur Steuerung der Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten sprach sich der Bonner Sektionssprecher für die Einführung eines flexiblen und bedarfsorientierten Punktesystems aus.


Darüber hinaus sei es notwendig, nicht nur Akademikern die Einwanderung zu erleichtern. Schließlich würden auch Handwerksbetriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dringend gut ausgebildetes Personal benötigen. Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Lücking-Michel die Einführung des Anerkennungsgesetzes, das die Vergleichbarkeit im Ausland erworbener Berufsqualifikationen mit deutschen Abschlüssen verbessere.


„Deutschland kann in Zukunft seinen Wohlstand nur aufrecht erhalten, wenn ausreichend qualifizierte Spezialisten hier leben und arbeiten. Dazu muss sich Deutschland auch zu einer echten Willkommenskultur bekennen“, forderte die Bundestagsabgeordnete.