13. März 2017
Dialog mit wirtschaftspolitischem Sprecher
Hendrik Wüst MdL vor Kölner Wirtschaftrat
v.l.n.r. Hans-Helmuth Schmidt, Hendrik Wüst MdL, Eldach-Christian Herfeldt (Foto: Wirtschaftsrat)

„NRW muss wieder an die Spitze. Dazu sind wenige Dinge notwendig: 1. Unser Land muss wieder Gründerland werden und junge Menschen davon begeistern, selber Unternehmer zu werden. 2. NRW darf den Sprung zur Wirtschaft 4.0 nicht weiter verschlafen. Wir müssen beim Breitbandausbau Spitze werden und uns nicht von Bayern weiter überholen lassen. 3. NRW muss beim Thema Bildung wieder auf die Überholspur kommen, um ein zentrales Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft, dass Aufstieg durch Bildung möglich ist, zu erfüllen“, formulierte Dipl.-Ing. Hans-Helmuth Schmidt, Mitglied des Kölner Sektionsvorstandes, die Forderung des Wirtschaftsrates an eine zukunftsweisende Landespolitik. Der Kölner Wirtschaftsrat hatte den wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst MdL, zu einem Gespräch in die Domstadt eingeladen.

Seine Analyse der aktuellen Wirtschaftspolitik teilten die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer. Wörtlich führte Wüst aus: „In wirtschaftspolitischen Fragen, ist mit der Landesregierung nichts mehr zu gewinnen. In fast allen Kennzahlen hinkt das Land hinterher – und das, obwohl das Potential für eine Spitzenposition vorhanden ist.“ 


Explizit forderte der CDU-Experte eine wirtschaftspolitische Kehrtwende. Rot-Grün habe den Unternehmen lange genug Steine in den Weg gelegt und mit restriktiven Regelungen vielfach weit über das Ziel hinausgeschossen. „Wirtschaftspolitik darf nicht länger vom Umweltminister gemacht werden.“ Er skizzierte die Vorstellung der Union für eine zukünftige sinnvolle Wirtschaftspolitik in wenigen Worten. NRW brauche wieder Vorfahrt beim Wachstum. Daher seien eine Entlastungsoffensive für den Mittelstand und eine offensive Gestaltung des digitalen Wandels ebenso notwendig wie eine Reduzierung der kommunalen Abgabenlast und ein Verzicht auf Alleingänge beim Umweltschutz.

„Wir müssen den flächendeckenden Ausbau gigabitfähiger Netze beschleunigen, die Startup-Förderung intensivieren, den digitalen Wandel unterstützen, Forschung und Entwicklung stärken und vor allem unsere Verkehrsinfrastruktur fit für die Zukunft machen“, stellte Wüst abschließend fest.