10. April 2014
Die sieben Todsünden des Social Media
Social Media und wie man sie (nicht) nutzt - Unternehmer der Sektion Freiburg/Emmendingen informieren sich bei Experten
Anhand der „sieben Todsünden des Social Media“ machten Heiner Weigand, Geschäftsführer der karmacom GmbH, und Jens Becherer, Marketing- und Medienleiter der Volksbank Triberg eG, deutlich, welche Strategie Unternehmen bei der Onlinekommunikation nutzen sollten: klar, angepasst und authentisch.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Einen Blick in die Geschichte der Technik gewährte der Veranstaltungsort: In der Ausstellung „Im Strom der Zeit“ der Alexander Bürkle GbmH & Co. KG in Freiburg konnte Dr. Achim Hornecker, Vorstandsmitglied der Sektion Freiburg/Emmendingen, die Mitglieder und Gäste begrüßen. Der Geschäftsführer eines IT-Unternehmens verwies auf die umfassende Bedeutung des Themas: „Nicht jeder ist heutzutage ein Digital Native wie unsere beiden Referenten, aber als Unternehmer sind wir Neuem gegenüber aufgeschlossen und suchen den wirtschaftlichen Mehrwert darin.“

Frank Schoberer, Geschäftsführer der Unternehmensbereiche Consumer Electronics und Zentrale Dienste bei der Alexander Bürkle GmbH & Co. KG, hieß die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer herzlich willkommen und merkte an: „Bei uns müssen sie keine Technikexperten sein, denn dafür haben sie uns.“ Das familiengeführte Unternehmen hat sich auf den Elektrogroßhandel spezialisiert und ist im Bereich der Erneuerbaren Energien Wegbereiter.

vlnr. Jens Becherer, Dr. Achim Hornecker, Heiner Weigand, Kristof Franke, Frank Schoberer (Foto: Wirtschaftsrat)

Durch Facebook, YouTube, Twitter, Xing und Co. sind die Möglichkeiten mit Kunden, Lieferanten und Partnern in Verbindung zu treten, nahezu unbegrenzt. „Da kann es passieren, dass man nicht genau weiß, wie man die Kommunikation angehen soll“, beschrieb der auf mittelständische Unternehmen spezialisierte Heiner Weigand das Dilemma. Er empfiehlt eine klare Strategie zu entwickeln, deren Umsetzung zur Chefsache zu machen und Verhaltensregeln für den Kontakt via Social Media zu formulieren. Es dürfe dabei jedoch nicht vergessen werden, dass es sich nach wie vor um Dialoge und Gespräche handle, d.h. Antworten müssen rasch erfolgen und Umgangsformen gewahrt bleiben. Der Ton kann jedoch der Zielgruppe entsprechend lockerer gehalten werden. „Um sich von der Masse abzuheben, empfehle ich Ihnen eine – nein besser: Ihre – ‚Geschichte‘ zu erzählen“, gab er den Unternehmern mit auf den Weg.

Dr. Achim Hornecker (Foto: Wirtschaftsrat)

Jens Becherer, der auch Dozent an der Akademie Deutscher Genossenschaftsbanken und Social Media Verantwortlicher bei der Bank Media Gruppe ist, betonte mehrfach die Bedeutung von Authentizität. Es würde auf das Unternehmensimage zurückfallen, „wenn sie sich online verstellen“. Er hält es außerdem für einen Kardinalsfehler, immer und überall mitmischen zu wollen: „Besser sie konzentrieren sich auf eine oder wenige Plattformen und betreuen diese dafür richtig“, so der Experte. Dazu gehört für ihn auch, dass die Leser unterhalten werden. Entsprechend müssen Sprache und Inhalte gewählt sein.

 

Das Fazit von Hornecker fiel positiv aus: „Die Möglichkeiten, die uns Unternehmern Social Media bieten, sind beeindruckend und die Stolperfallen beherrschbar. Wir sind gut beraten, wenn wir diesen Teil des Internets in unsere unternehmerischen Überlegungen einbeziehen. Eine klare Social Media Strategie ist dabei erforderlich und hilfreich“, dankte er den Anwesenden.