27. September 2011
Die Besten arbeiten immer für andere
Betriebliches Innovationsmanagement und Managementinnovation, Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Dennis Hilgers, Lehrstuhl für Public Management, Universität Hamburg
Nach Besichtigung und Vorstellung der René Staud Studios in Leonberg widmeten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektion Böblingen/Sindelfingen/Leonberg Fragen des betrieblichen Innovationsmanagements und Managementinnovation unter dem Motto „Die Besten arbeiten immer für andere“.

Prof. Dr. Dennis Hilgers ist Juniorprofessor an der Universität Hamburg und dort für Public Management zuständig. 50 Jahre hatte die bundesdeutsche Verwaltung Zeit, zu beweisen, dass sie keine Hilfe von außen braucht. Nun ist es an der Zeit, sich zu öffnen. Externe können helfen, ist Prof. Hilgers überzeugt und macht sich stark für „Open Innovation“.

v.l.n.r. René Staud, Prof. Dr. Dennis Hilgers, Pascal Staud, Georg M. Hänsel

Es ist kein typisch öffentliches Problem, dass Organisationen sich mit der Umsetzung von Innovationen schwer tun. Dies geschieht auch ebenso in der Privatwirtschaft. Dies betrifft sowohl die Adaption technologischer Neuerungen, aber auch Managementinnovationen und Organisationsneuerungen wie Struktur-, Prozess- und Personalveränderungen. „Es geht also darum, in Problemen zu denken“ ist seine These.

In der Marktwirtschaft schafft es ein Unternehmen, sich entweder an Reformen und Entwicklungen anzupassen, oder die Firma ist schnell insolvent und verschwindet. Jedoch gibt es auch bei den privaten Unternehmen Beispiele für langfristige komplexe Reformprojekte: Eines ist das internationale Rechnungswesen, auf das Unternehmen seit langem und in unterschiedlicher Intensität je nach Größe und Branchen reagieren. Wie handhabt man heute am besten Innovationen in der Verwaltung, und welche Lektionen kann die Privatwirtschaft, für Handel und Gewerbe, für mittelständische Unternehmen daraus lernen? war eine der Fragen, die eingehend beleuchtet wurden.