21. November 2011
Die Energiewende – Chance für den baden-württembergischen Mittelstand
Subsidiaritätsprinzip auch auf die Energieversorgung ausdehnen
Von den Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien konnten sich die Sektionen Calw-Freudenstadt und Reutlingen/Tübingen des Wirtschaftsrates bei der Besichtigung des Flusswasserkraftwerkes der Energie Horb am Neckar GmbH selbst ein Bild machen. „Allmählich sehen wir die Energiewende.Obwohl ich erstaunt bin, wie gut das Wasserkraftwerk in die Landschaft integriert ist“, mit diesen Worten begrüßte Julia Alice Selzer-Bleich, Sprecherin der Sektion Calw-Freudenstadt, die Teilnehmer zur hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema Energiewirtschaft.
Julia Alice Selzer-Bleich (Foto:WR)

„Gerade Baden-Württemberg mit seiner großen Zahl an mittelständischen Betrieben wird von der Energiewende profitieren, wenn wir sie nutzen, um Technologieführer zu werden“, betonte Wilfried Kannenberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen und der Energie Horb am Neckar GmbH. Prof. Dr. Jürgen Kleinwächter, CEO Sunvention International GmbH, verwies auf den guten Ausbau der Photovoltaik in Baden-Württemberg: „Wir erzeugen heute an einem sonnigen Tag schon deutlich mehr Energie, als wir brauchen. Das Problem ist nicht die Produktion, sondern die Speicherung.“ Winfried Mack MdL hob hervor, die „Herausforderung durch die Energiewende“ sei „ohne Beispiel“. Gleichzeitig appellierte er an die Unternehmer: „Der Übergang in eine neue Energiewelt ist überhaupt nur möglich, wenn wir technikfreundlich sind.“ Eckhard Huber, Geschäftsführer Energie Horb am Neckar GmbH, verwies auf das Projekt „Klimaneutrale Kommune 2050“ an dem sich Horb beteiligt. „Es ist faszinierend, welche Ideen entstehen, wenn alle Beteiligte an einem Tisch sitzen.“

Podiumsdiskussion (Foto:WR)

Die Diskussion zwischen Podiumsteilnehmern und den Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates drehte sich unter anderem um den Nutzungskonflikt „Landschaft versus Energieerzeugung“, um die Versorgungssicherheit und die Entwicklung der Strompreise. Werner Theis, Sprecher der Sektion Reutlingen/Tübingen, unterstrich wie wichtig es sei, „die Gleise“ zu „verlassen“: „Wir als Mittelständler waren schon immer der Meinung, dass das Subsidiaritätsprinzip auch auf die Energieversorgung ausgedehnt werden sollte.“ Winfried Mack MdL dankte allen Teilnehmern für die gute Diskussion und dem Wirtschaftsrat für die Organisation des Podiums: „Wir brauchen viele weitere Diskussionen dieser Art, um den richtigen Weg zu finden.“

(Foto: WR)