13. September 2012
Die etwas andere Kern-Energie…
…aus Obstkernen/Sektion Odenwald besichtigt Heizwerk in Michelstadt
“Die etwas andere Kern-Energie“ – der symbolhafte Titel in der Einladung war Programm: Mitglieder der Sektion Odenwald im Wirtschaftsrat Hessen und zahlreiche Gäste konnten sich anlässlich einer Betriebsbesichtigung der RESO GmbH (Michelstadt) davon überzeugen, dass man auch u.a. aus Obst-Kernen Energie gewinnen kann; ein in Zeiten der vieldiskutierten Energiewende interessanter Lösungsansatz, wie sämtliche Gastredner – vom Bürgermeister und Landrat bis zum Landtagsabgeordneten und Staatssekretär - betonten.

Das RESO-Heizwerk wird hauptsächlich mit Holz, Kirsch- und Pflaumenkernen bestückt. Beheizt werden mit dieser Anlage Räume der Relypark GbR in Michelstadt, die, wie es hieß, einstmals dem Verfall preisgegeben waren. Bis Ralf Mai kam, der Geschäftsführer von RESO und Mitglied des Wirtschaftsrates. 1994 hat er sein Unternehmen gegründet, das heute in den Bereichen Entsorgung, Recycling, Containerdienst und Beratung tätig ist. Angefangen hatte alles mit drei Fahrzeugen und einer Handvoll Mitarbeitern. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 117 Mitarbeiter und erledigt seine Aufgaben mit 83 Fahrzeugen, wie Sektionssprecher Christoph Günther erzählte. „Aus Industrieabfall wird eine wichtige Energie-Ressource“, lobte Günther das ideenreiche Engagement Mais. Dies helfe mit, den Odenwaldkreis zu einem starken Wirtschaftsstandort zu entwickeln.

Dietrich Kübler, Landrat des Odenwaldkreises, schlug mit seinem Statement in die gleiche Kerbe. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Regionalität – wie etwa Holz und Kerne aus dem Odenwald – daraus setzten sich ökologische, zukunftweisende Technologien zusammen.

Dr. Johannes F. Kirchhoff (Kirchhoff Gruppe, Iserlohn und Freund des Hauses Mai) sagte: „Unternehmer, denen die Ideen ausgehen, bleiben nicht lange Unternehmer.“ Zugleich betonte er, das wichtigste Kapital eines Unternehmens seien nach wie vor die Mitarbeiter. Beispielhaft sei zudem derjenige Chef, der in Ausbildung und Weiterbildung investiere.

Der Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, Mark Weinmeister, sagte, dass die Energiewende nicht auf uneingeschränkte Freude treffe. Dennoch müsse die „Energiewende uns alle umtreiben – nicht zuletzt eine Region zwischen den Metropolen wie den Odenwald.“  Früher habe man sich die Frage nach Ressourcen im Abfall überhaupt nicht gestellt. „Heute sind wir soweit, dass Abfall nicht nur thermisch aufgearbeitet, sondern dass er recycelt wird.“

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