15. Juli 2016
Mittagsveranstaltung der Sektion Schleswig/Flensburg
Die GIZ im Kontext von Flucht und Migration
Neben der Aufnahme von Flüchtlingen hat die Sektion Schleswig/Flensburg die Möglichkeiten einer lösungsorientierten Ursachenbekämpfung ins Auge gefasst und dazu Julia Iversen als Portfoliomanagerin im Regionalbüro Nord der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den Historischen Krug nach Oeversee eingeladen.
v.l. Dr. Sabine Sütterlin-Waack MdB, Julia Iversen, Hauke Präger und Murat Gümüs / Foto: Wirtschaftsrat

Die GIZ setzte als Bundesunternehmen 2015 gut zwei Milliarden Euro um, da von ca. 1,6 Milliarden Euro im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), überwiegend für Projekte im Ausland. Das Portfolio der GIZ wächst weiter, vor allem durch zusätzliche Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen weltweit. Die GIZ arbeitet entlang des gesamten Migrationszyklus. Projekte werden zum Beispiel in den Herkunftsländern umgesetzt, um Fluchtursachen entgegenzuwirken. Auch arbeitet die GIZ in den Aufnahmeländern, so auch rund um Syrien, um Flüchtlingen neue Perspektiven zu ermöglichen. Die GIZ unterstützt auch Menschen, die sich in Europa qualifiziert haben und wieder in ihr Heimatland zurückkehren wollen. Wichtig ist es, daß alle davon profitieren, d.h. der Migrant sowie das aufnehmende und das abgebende Land.

 

Sektionssprecher Hauke Präger merkte dazu an, daß die Heimatliebe tief im Menschen verwurzelt sei. Insofern sei es mit Blick auf jüngst nach Deutschland zugewanderten Flüchtlinge vorteilhaft, sich darauf einzustellen und qualifizierende Maßnahmen anzubieten, die bei einer späteren Rückkehr einem erfolgreichen Wiederaufbau der Länder zugutekommen können. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Sabine Sütterlin-Waack und der Stellvertretende Generalsekretär Murat Gümüs (Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V.) sicherten einen solchen Denkansatz ihre Unterstützung zu./bz