14. Juni 2016
Die große Politik und die Basis
Bareiß: Wirtschaftsrat wichtig für Union und Region
Thomas Bareiß MdB sprach beim Business-Lunch in Balingen über Lokal-, Landes-, Bundes- und sogar internationale Politik. Die Unternehmer der Zollern-Alb forderten beim Fachgebiet des Abgeordneten, der Energiewende, eine ideologiefreie Diskussion. Bareiß dankte Sektionssprecher Reinhold Schlegel, der den Wirtschaftsrat in Balingen/Sigmaringen wieder zum Leben erweckt habe.
Thomas Bareiß MdB und Reinhold Schlegel

Schlegel stellte bei seiner Begrüßung die Frage in den Raum, ob die Region von der großen Politik vernachlässigt werde, z.B. bei der Verkehrs- und Breitbandanbindung. Basisarbeit sei wichtig. Er verlange von den Parteien der Mitte, wieder zuzuhören.

 

Bareiß erwiderte, dies sei richtig. Er warnte in diesem Zusammenhang vor rechts-populistischen Strömungen von den USA bis Europa und Deutschland. Er selbst fühle sich in Balingen und beim Wirtschaftsrat zu Hause. Er freue sich auf den Wirtschaftstag, für den er warb. Er kämpfe für die B 27 und die Elektrifizierung der Bahn in der Region, auch wegen des Anschlusses an S 21.
Kurz ging der Parlamentarier auch auf die grün-schwarzen Koalitionsverhandlungen ein, bei denen er das Ressort Wirtschaft mitverhandelte. Die Ernennung von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut als Wirtschaftsministerin wertete er als gutes Zeichen für den Mittelstand.

In der Energiepolitik käme es jetzt darauf an, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Ausbau der Netzte zu synchronisieren. Schon heute müssten die Netzbetreiber immer öfter ins Netz eingreifen (sog. Re-Dispatch), was Kosten in Höhe von 4 MRD. Euro verursache. Bareiß kritisierte das Ziel des grünen Staatssekretärs Rainer Baake, die De-Karbonisierung Deutschlands bis 2050 zu erreichen. Dies würde unter anderem das Aus für sämtliche Gas- und Ölheizungen bedeuten.