06. Juli 2021
Aus den Ländern (Nordrhein-Westfalen) -"Die Labormeldung per Fax an das Gesundheitsamt ist mittlerweile Geschichte"
Der Wirtschaftsrat NRW im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB
©Bundesgesundheitsministerium

Dr. h.c. Josef Beutelmann, Vorsitzender der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft des  Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Barmenia Versicherungen, freute sich, Jens Spahn MdB,  Bundesminister für Gesundheit, auf dem digitalen Gesundheitspolitischen Dialog des Wirtschaftsrates zu begrüßen. Mit mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierte Spahn zum Thema „Perspektiven einer modernen Gesundheitspolitik“ und berichtete eingangs über die aktuelle Corona-Situation in Deutschland. „Die Corona-Lage ist trotz der Delta Variante, hierzulande bemerkenswert niedrig“, freute sich der Bundesgesundheitsminister. „Wir können zuversichtlich sein, sollten aber nicht übermütig werden“, so Spahn. „Bilder wie in London oder Kopenhagen, wo Fußballfans ohne Abstand und Maske im Stadion sind, zeugen für mich eher von Übermut. Wir müssen die richtige Balance finden, um die Lage stabil zu halten“, mahnt der Minister.

 

Auch das Thema der Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde diskutiert. „Die Labormeldung per Fax an das Gesundheitsamt ist mittlerweile Geschichte“, teilte der Bundesgesundheitsminister mit. „Wir haben moderne Melde- und Vernetzungssysteme, wie die Software SORMAS, die inzwischen die knapp 400 Gesundheitsämter deutschlandweit verbindet“. Der Minister hob auch ein weiteres sehr erfolgreiches Digitalprojekt hervor wie das Impfzertifikat. „Ich kenne kein Bundesstaatsdigitalprojekt, das in nur drei Monaten so stringent und erfolgreich durchgesetzt wurde, wie das digitale Impfzertifikat bei uns“.

 

Minister Spahn sprach zudem das Thema Krankenhausstruktur in Deutschland an. Das deutsche Gesundheits- und Krankenhaussystem habe sich im Vergleich zu anderen Systemen als sehr belastbar gezeigt, so der Bundesgesundheitsminister. Eine Überlastung des Gesundheitssystems sei durch die Kooperation vieler Akteure verhindert worden. Trotzdem müsse man darüber nachdenken, wie das Versorgungskonzept in Zukunft noch verbessert werden kann. „Es geht dabei um die Frage, wer macht was?! Am Ende geht es um ein abgestuftes und abgestimmtes Versorgungskonzept“, so Spahn.

 

Dr. h.c. Josef Beutelmann dankte und lobte Herrn Minister Spahn für seinen aufschlussreichen und engagierten Vortrag sowie für dessen Arbeit. „Es war ein sehr lebhafter digitaler Gesundheitspolitischer Dialog und rückblickend kann gesagt werde, dass Sie über die Pandemie hinaus eine hervorragende Arbeit als Bundesgesundheitsminister geleistet haben“, so Dr. h.c. Beutelmann abschließend.