12. Februar 2019
Die Sektion Pforzheim im Austausch mit OB Peter Boch:
"Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Pforzheim muss weiter verbessert werden"
Nachdem OB Peter Boch bereits während seines Wahlkampfes um das Amt des Oberbürgermeisters in Pforzheim bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates auftrat, sprach er am 31. Januar, nach etwas mehr als einem Jahr im Amt, erneut vor den Mitgliedern der Sektion Pforzheim.
Die Mitglieder der Sektion diskutieren die politischen Entwicklungen in der Stadt mit OB Boch (Foto: WR)

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde Georg Wellendorff als Sprecher der Sektion einstimmig wiedergewählt. Auch die weiteren Mitglieder des Vorstandes wurden in Ihren Ämtern bestätigt. Wellendorff blickte vor der Wahl auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurück, in dem die Sektion zur „Sektion des Jahres“ gekürt wurde. 

Zunächst referierte Peter Boch über die Gewerbesteuer in der Region. Im Wahlkampf hatte Boch sich für eine Senkung des Steuersatzes ausgesprochen. Um die gesamte Region zu stärken forciert der Oberbürgermeister einen einheitlichen und niedrigeren Steuersatz für Pforzheim und die Region. Die zähen Haushaltsverhandlungen im Gemeinderat sieht der OB optimistisch. Der Gemeinderat zeige sich durchaus konstruktiv und kompromissbereit. Viele im Wahlkampf angesprochene Investitionen seien im neuen Haushaltsplan aufgeführt – darunter die Digitalisierung, Schulsanierungen und Kinderbetreuung. Die Teilnehmer diskutierten anschließend die Pläne für neue Gewerbegebiete in der Stadt. Die Erweiterung einzelner Gebiete und Erschließung neuer Gewerbeflächen sei in der Planung. Dabei werden auch ehemalige Industrieanlagen in der Stadt berücksichtigt, die mit neuem Leben gefüllt werden könnten.

In Pforzheim müsse sich vieles Schritt für Schritt entwickeln, um nachhaltig ein attraktiveres Stadtbild schaffen zu können. Georg Wellendorff teilt diese Ansicht und meinte: „Ich verstehe, dass Sie nicht zu einem Sprint, sondern zu einem Marathon angetreten sind.“ 

Auch die Kunst und Kultur soll in der Stadt nicht zu kurz kommen. Zwar sei unter Protest das Projekt der „Kulturhauptstadt“ abgelehnt worden, man sei nun jedoch in Planung für eine „Ornamenta 2“, ein Design-Innovations-Festival. Der Wirtschaftsstandort Pforzheim sei hochinnovativ und mit der Hochschule eine Design-Hochburg – mit der Ornamenta werde man dies überregional präsentieren können.