22. März 2012
Die Sektion Stuttgart bei der „Preview“ der SSB-Stuttgart-Tour
In Erwartung einer erlebnisreichen und sehenswerten Rundfahrt durch Stuttgart folgten über 100 Mitglieder der gemeinsamen Einladung der Stuttgarter Straßenbahnen AG und des Wirtschaftsrats zur „Preview“ der diesjährigen „Stuttgart-Tour“, die offiziell am 1. April ihren Betrieb aufnimmt.
Hierbei machte der Gastgeber und Vorstand der SSB, Jörn Meier-Berberich, darauf aufmerksam, dass aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die die roten „Stuttgart-Tour“-Busse mit ihren zwei Routen und des „Hop-on-Hop-off“-Angebotes anbieten würden, „die ganze Schönheit unserer Stadt völlig unkompliziert erlebt werden kann“. Die Mitglieder des Wirtschaftsrates erfuhren so auf der „blauen Route“ vom schwäbischen Audio-Guide allerhand Wissenswertes über die Hintergründe der „Stuargerter Stäffele“, der Industrialisierungs- und Arbeitssiedlungsstruktur im Osten der Stadt, der Geschichte zur Entstehung des schwäbischen Gerichtes „Gaisburger Marsch“ und des weltgrößten Schweinemuseums im alten Schlachthof.

Vorbei an der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, dem Mercedes-Benz-Museum und der gleichnamigen Arena führte die Fahrt durch Bad Canstatt und die Stuttgarter Weinberge, während der auch die Entwicklungsgeschichte der charakteristischen „Besenwirtschaften“ auf schwäbisch zum Besten gegeben wurde. Diese seien „uffgrond dr’ ell Johr o’standenda Weiernde endschdanda, die’s nedig gmacht hot, d’ Fässle ziagig ond gschiggt zom leera“, in den alten Scheunen der „Stuargerter Wengerter“, die als Erkennungszeichen und Wegweiser Reisigbesen vor den Eingang stellten, eröffnet worden. Hierbei sei dann auch „hausg’machte, schwäbische Koschd a’bote worre“.

 

Der erste Halt der Gruppe fand am Höhenpark Killesberg statt, an dem die Teilnehmer Platz in der prestigeträchtigen Miniatureisenbahn „Tazzelwurm“ nehmen durften. Nach einer Rundfahrt auf der gut zwei Kilometer langen Strecke ging es, wiederum per Bus, durch die Stuttgarter Panoramastraßen zur Führung in der historischen SSB-Straßenbahnwelt im Stadtteil Bad Cannstatt.

Hier wurde den Wirtschaftsratsmitgliedern durch Uli Leibfahrt, stellvertretender Vorsitzender des Stuttgarter Historische Straßenbahnen e. V. ,die Geschichte des Stuttgarter Straßenbahnbetriebs näher gebracht und dieser wusste auch mit so mancher Anekdote zu unterhalten. So hätte zum Beispiel die Stuttgarter Fußgängerschaft zur Inbetriebnahme der rund 15 bis 20 km/h schnellen elektrischen Straßenbahnen im Jahr 1904 über „di deiflische G’schwindigkeida von dene Blitzkerre“, geschimpft. „Die Straßenbahn hat sich eben erst im ersten Weltkrieg als modernes und bezahlbares Verkehrsmittel etabliert – so lange dauerte die Eingewöhnungsphase“, ergänzte Leibfahrt.

 

In seiner Ansprache im Anschluss an die Führung dankte der Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats, Bernhard Feßler, dem Gastgeber und sprach von einer „erneut gelungenen Veranstaltung in unserer SSB-Traditionsreihe“, bei der wieder einmal deutlich geworden sei, „dass Stuttgart eine enorm attraktive und lebenswerte Stadt ist“.     

v.l.: Jörn Meier-Berberich, Vorstand der SSB AG und Bernhard Feßler, Landesgeschäftsführer