24. Oktober 2013
Die Technik der Zukunft: Mensch und Maschine Hand in Hand mit moderner Produktionstechnik
Die Sektion Stuttgart zu Gast im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung und im Dialog mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-IPA
"Das Fraunhofer-Institut ist aus Stuttgart nicht mehr weg zu denken. Nur so sichern wir nachhaltig den Austausch zwischen Forschung und Wissenschaft einerseits und der Wirtschaft andererseits", eröffnete Dr.Christine Lemaitre, Mitglied im Vorstand der Sektion Stuttgart, die Besichtigung im Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung.
Dr. Christine Lemaitre begrüßt die anwesenden Unternehmer (Foto: Wirtschaftsrat)

Nach der Vorstellung des Fraunhofer IPA durch Dr. Urs Schneider, Geschäftsfeldleiter Medizin- und Biotechnik und Abteilungsleiter Biomechatronische Systeme des Fraunhofer-Institut IPA, konnten sich die Unternehmer und führungskräfte der Region auch visuell einen Eindruck über die verschiedenen Bereiche der Produktionstechnik verschaffen.

 

Der Rundgang im Labor führte unter anderem zum Roboterversuchsfeld, indem Roboter- und Assistenzsysteme mit Silia, Mensch-Roboter-Kooperationen durch Bernd Winkler vorgeführt wurden sowie in den Bereich Oberflächentechnologie mit einer Führung durch das Lackiertechnikum, das Dr. Oliver Tiedje, Leiter der Gruppe Nassapplikation, Abteilung Beschichtungsystem- und Lackiertechnik übernahm.

Demonstration der Mensch-Roboter-Kooperation (Foto: Wirtschaftsrat)

Dirk Schlenker, Leiter der Gruppe Mikromontage, Abteilung Reinst- und Mikroproduktion führte hiernach durch die Reinräume der Labore. Nachdem die Bereichsleiter jeweils eine kleine Einführung in ihre Bereiche gaben, traten die Mitglieder mit Prof. Dr.-Ing. Bauernhansl, dem Institutsleiter, ins Gespräch.

 

Prof. Bauernhansl erklärte, er habe sich schon in mehreren Stationen seiner beruflichen Laufbahn mit Produktionstechnologie beschäftigt. Nach seinem Maschinenbaustudium war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktionssystematik an der RWTH Aachen. Es folgten Tätigkeiten in der freien Wirtschaft sowie die Leitung des Technology-Centers der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik GmbH & Co. KG.

 

Mensch und Roboter rückten am Arbeitsplatz immer enger zusammen: Durch eine stetig wachsende Kooperation von Mensch und Maschine würden Menschen zunehmend von monotonen und gesundheitsschädlichen Arbeiten entlastet. Diese ergonomische Arbeitsteilung ermögliche schnelle Produktionsprozesse in sämtlichen Branchen und werde ein unentbehrliches Werkzeug in der Fertigungstechnik von morgen sein, so Prof. Bauernhansl.

Dr. Clint Maag und Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl (Foto: Wirtschaftsrat)

Das Fraunhofer IPA setze an der Symbiose zwischen Menschen und Industrierobotern an, um Fertigungsprozesse der Zukunft zu rationalisieren. Mittels zielgerichteter Forschungsprojekte und in enger Kooperation mit führenden Unternehmen zukunftsrelevanter Industriezweige setze das Institut neue Meilensteine hinsichtlich Automatisierung und Produktionstechnik.

 

Mit einem jährlichen Haushalt von 50 Millionen Euro und über 700 wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Jahr 2012 gehöre das Fraunhofer IPA zu den technologischen Zentren am Industriestandort Baden-Württemberg. Das Institut ist jederzeit offen für Impulse aus der Wirtschaft und setzt projektierte Projekte zielgerichtet und mit Effizienz und Mehrwert für beide Partner um.

 

Die Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektion Stuttgart zeigten sich zutiefst beeindruckt von der Forschungsbreite und –tiefe des Instituts.