08. April 2016
Die Welt im Wandel - Wirtschaft und Entwicklung
Deutsche Entwicklungspolitik – Chance und Verantwortung
Exklusives Unternehmergespräch mit Dr. Gerd Müller MdB, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Bundesminister Dr. Gerd Müller MdB und Landtagsabgeordneter Eberhardt Rotter MdL im Dialog (Foto: WR)

Lindau. ,,Der Gewaltkonflikt in Syrien hat in der Region zur größten humanitären Krise seit Gründung der Vereinten Nationen geführt‘‘ berichtet das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ebenso in Afrika gehören verächtliche Lebensbedingungen zum Alltag: Kinder können nicht zur Schule gehen, die Krankheiten AIDS und Malaria führen zu einer Vielzahl an Todesopfern, Menschen sind unterernährt und müssen Hunger und Not leiden.

 

Täglich erreichen uns Erfahrungsberichte über die wirtschaftliche und soziale Situation in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit Dr. Gerd Müller MdB, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, konnten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer der Bodenseeregion Oberschwaben in einem Gespräch mit einem absoluten Experten auf diesem Gebiet austauschen.

 

Der Minister war jüngst aus einer Dienstreise aus Afrika zurückgekehrt, um den Teilnehmern seine noch frischen Eindrücke direkt und ungeschönt zu vermitteln.

Unternehmergespräch "Die Welt im Wandel – Wirtschaft und Entwicklung" (Foto: WR)

Die Verringerung des Entwicklungsrückstands der Entwicklungsländer zu den Industriestaaten wurde speziell nach dem zweiten Weltkrieg Teil der politischen und gesellschaftlichen Debatte. Dabei konzentrieren sich die Bestrebungen auf die Einrichtungen von Demokratien mit möglichst nachhaltiger Sozialer Marktwirtschaft.

 

Ziel ist, die eigene Sicherheit zu gewährleisten und der Wirtschaft neue Absatzmärkte und Ressourcenquellen zu bescheren. Die acht Millenniumsentwicklungsziele: Armut und Hunger beseitigen, Grundschulbildung für alle, Gleichstellung der Geschlechter fördern, Kindersterblichkeit senken, Verbesserung der Gesundheit von Müttern, HIV/Aids, Malaria und andere schwere Krankheiten bekämpfen, die ökologische Nachhaltigkeit sichern und eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen, geben eine groben Einblick in die Vorgehensweise. Unter anderem die EU, die Vereinten Nationen und die Weltbankgruppe sind Teil der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit und spielen somit eine große Rolle.

Dr. Gerd Müller MdB, Minister aus Schwaben für Schwaben (Foto: WR)

China ist auf dem Sprung und sichert sich bereits heute strategisch wichtige Standorte und den Zugriff auf afrikanische Rohstoffe, Bodenschätze und Energieträger. Was macht Europa, um seinen eigenen Wohlstand zu sichern; sich auf den eigenen Lorbeeren auszuruhen reicht heute, in dieser schnelllebigen und hoch dynamischen Welt der Globalisierung bei Weitem nicht aus.

 

Investieren und strategische Allianzen ist der dringende Ratschlag des Ministers. Die Entwicklung in rückständigen Regionen ist daher ein wichtiger Grundbaustein für eine fortschrittliche, globale Welt. Neben der Wirtschaft werden auch viele andere Sektoren davon beeinflusst.

 

Die anwesende Unternehmerschaft bedankte sich bei Dr. Gerd Müller MdB, der hoch spannende Eindrücke zu vermitteln mochte und viel Input zu dem Thema Entwicklungspolitik geben konnte.

 

Europa – nutz deine Chance, ehe deine Bedeutung vollends schwindet!