12. Dezember 2016
Die Zukunft der Pflege im ländlichen Raum vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - Traditionelles Gänseessen
Etwa 90 Prozent der Fläche Deutschlands zählen zu den ländlichen Räumen. In Dörfern, Gemeinden und Städten auf dem Land leben mehr als die Hälfte der Einwohner.
Marcel Kabel, Referat Altenhilfe und Pflege, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. Foto: Wirtschaftsrat

Das Thema Pflege in den ländlichen Räumen der Bundesrepublik erfährt insbesondere im ländlich geprägten Sachsen-Anhalt immer größere Bedeutung. Insbesondere für die Gesundheitswirtschaft stellt die Problematik eine Herausforderung dar. Auf der Veranstaltung des Wirtschaftsrates in der Sektion Altmark wurde nun über das Thema "Pflege im ländlichen Raum" detailliert gesprochen.

Christoph von Katte, Sprecher der Sektion Altmark des Wirtschaftsrates (3. v. r.) im Gespräch mit Mitgliedern und Gästen aus der Altmark Foto: Wirtschaftsrat

Folgende Trends sind aktuell in der Bundesrepublik verstärkt erkennbar: 

 

- wesentliche demografische Entwicklungstrends des 21. Jahrhunderts: Wandel der Altersstruktur unserer Gesellschaft sowie prognostizierte Schrumpfung

 

- Abnahme des Erwerbspersonenpotentials um mehr als ein Viertel bei gleichzeitiger Verdreifachung des Anteils der über 80jährigen lassen Wucht dieser Entwicklung erahnen

 

- politische, soziale und ökonomische Situation in Deutschland wird sich auf dieser Basis signifikant verändern (Tragfähigkeit öffentlicher Finanzen)

 

- Deutschland und vor allem Sachsen-Anhalt sind im europäischen Vergleich von dieser Entwicklung insbesondere betroffen

Und auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel stehen die Pflegedienstleister vor immensen Herausforderungen, denn die physischen und psychischen Anforderungen an Pflegekräfte sind hoch wie nie:

 

- alltäglicher Umgang mit Krankheit und Sterben

 

- Alleinlassen von Menschen

 

- Angewiesenheit der Menschen auf die regelmäßige und gute Pflege

 

- Alleinarbeit vor Ort

 

- Ständiges Unterwegssein: ca. 30 % der Arbeitszeit im Auto zu allen Bedingungen

 

- an Orten und zu Zeiten unterwegs sein, die unangenehm/unsicher sind

 

- hohe Anforderungen an beständige Kompetenzentwicklung

 

- Teilzeit-/ Schichtarbeit

 

Weitere Informationen, insbesondere zur aktuellen Gesetzeslage, finden Sie in unserem Mitgliederbereich