19. Februar 2020
Die Zukunft der Wohnimmobilie - Ratschläge für Käufer und Verkäufer
Georg Kuthan, Inhaber von KUTHAN-IMMOBILIEN und Mitglied des Sektionsvorstandes des Wirtschaftsrates in Ludwigshafen, sprach im Rahmen eines Wirtschaftsrats-Lunchs auf Einladung von Sektionssprecher Dr. Eckart Sünner über die Zukunft der Wohnimmobilie.
Georg Kuthan, Inhaber KUTHAN-IMMOBILIEN und Mitglied des Sektionsvorstandes Pfalz (li.), und Dr. Eckart Sünner, Sprecher der Sektion Pfalz, beim Wirtschaftsrats-Lunch in Ludwigshafen (Foto: Wirtschaftsrat)

Kuthan machte deutlich, dass zwischen strukturstarken und strukturschwachen Regionen zu unterscheiden sei. Dort, wo wirtschaftliche Dynamik und sich Chancen für private Investoren böten, werde viel in Modernisierung und Instandhaltung investiert. Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum sei groß und auch die Investition in Immobilien mit einfacher Ausstattung würde sich rentieren. Steigende Mieten und eine höhere Mietrendite seien hier die Folge. Während in strukturschwachen Regionen die Abwanderung und die Überalterung zu hohen Leerstandsquoten und einem Rückgang der Mieten führten. 


Der Zustrom lasse die Bevölkerungszahl leicht ansteigen; insbesondere junge Menschen würden in die Ballungszentren und Großstädte ziehen, weil es auch hier vielfältige Arbeitsplatzmöglichkeiten gebe. Durch Schaffung fester Wohnräume werde eine langfristige Integration, insbesondere der Zuwandernden erreicht. Für Investoren aus dem In- und Ausland seien diese Regionen interessant, da sie stabile Einnahmen in Aussicht stellten. 
Die steigenden Bedürfnisse älterer Menschen würden strukturelle Anpassungen im Wohnungsbestand erfordern, wie beispielsweise barrierefreier Zugang oder den Einbau von Fahrstühlen. Insgesamt sei aber die demografische Entwicklung mit geringerer Bevölkerung in Deutschland nicht gleichbedeutend mit weniger Wohnraumnachfrage, da insbesondere die 1-2 Personenhaushalte zunähmen und auch die Lebensstile sich individualisierten. 


Als Fazit konnte Kuthan festhalten, dass in den Ballungsräumen mit erhöhten Immobilienpreise zu rechnen sei. Gründe hierfür seien die weiterhin niedrigen Zinsen, ein starker Zuzug in die Städte, der dort auf bereits bestehenden Wohnungsmangel träfe. Daher sollten Anreize für einen Zuzug in strukturschwache Regionen geschaffen werden!