13. Januar 2015
Die Zukunft des Rapsanbaus in Mecklenburg-Vorpommern - Aktuelle Lage und mögliche Zukunftsszenarien
Landesfachtagung Landwirtschaft/Ernährungswirtschaft

In Deutschland beträgt die Rapsanbaufläche ca. 1,5 Millionen Hektar, in Mecklenburg-Vorpommern rund 245.000 Hektar. Die Rapsblüte im Frühjahr prägte bisher das Landschaftsbild. Für Einheimische wie Touristen gehört dieses Bild einfach zu Mecklenburg-Vorpommern. Doch seit die Aussaat von Neonicotinoid gebeiztem Raps-Saatgut mit Dezember 2013 von der EU verboten wurde, ist dieses Bild mittelfristig in Gefahr. 

 

Wirtschaftliche Gefahr droht den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben, wo Rapserdfloh und Kohlfliege die Aussaat vernichten. Diese Insekten werden eine so erfolgreiche Rapsernte wie 2014 nicht mehr ermöglichen. Bereits jetzt sind Rapsaussaaten von ca. 25.000 Hektar wieder umgebrochen worden. In der Folge des Neonicotinoid-Verbotes steigt die Häufigkeit des Insektizideinsatzes, z.B. gegen den Rapserdfloh. Lange Zulassungszeiten für neue wirkungsvolle Pflanzenschutzmittel und nationale Sonderwege Deutschlands erschweren den Bauern im Land das Leben. 

 

Unter Moderation von Dr. Christof Darsow, Leiter Landesfachkommission Landwirtschaft/Ernährungswirtschaft diskutierten auf dem Podium Dr. Peter Sanftleben, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz; Marco Gemballa, Vizepräsident Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.; und Andreas Baer, Abteilungsleiter Anbauberatung und Marketing Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG

Kontakt
Frank Roller
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Telefon: 0385/ 5958841
Telefax: 0385/ 5558839
lv-mv@wirtschaftsrat.de