13. September 2019
Digitalisierung des ländlichen Raumes in den Mittelpunkt der mittelhessischen Kommunen gerückt
1. Mittelhessische Regionalkonferenz des Wirtschaftsrates bei Mettler-Toledo mit der Staatsministerin für digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus

Gießen, 13. September 2019. „Digitale Infrastruktur als Standortfaktor in Mittelhessen“ – so lautete der Titel der 1. Mittelhessischen Regionalkonferenz des CDU-nahen Wirtschaftsrates Hessen, zu der mehr als 30 Vertreter von vorwiegend mittelständischen Unternehmen an den Sitz von Mettler-Toledo in Gießen kamen. Geschäftsführer Dieter Menne begrüßte als prominenten Gast die Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, sowie als Vertreter aus der Region Verwaltungsdirektor Uwe Pöppler (Fachbereich „Familie, Jugend und Soziales“ im Landkreis Marburg-Biedenkopf).

 

Menne griff in seiner Begrüßung die standortpolitische Bedeutung des Themas Digitalisierung auf und erläuterte die Wichtigkeit von Digitalisierung, Vernetzung und Industrie 4.0 im Hause Mettler-Toledo. Eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur spiele dabei eine entscheidende Rolle. Wie stark die digitale Kompetenz dabei ist, erklärte Menne im Kontext einer bedeutenden firmenübergreifenden Entwicklung: Über den Verband VDMA wird im Rahmen der Digitalisierungsstrategie im gesetzlichen Messwesen eine harmonisierte Kommunikationsschnittstelle (OPC UA) für die Wägetechnik erarbeitet. Ziel ist hier einen weltweiten Standard zu entwickeln. „Es geht um ein völlig neues Denken bei der immer komplexer werdenden Vernetzung der Wägetechnik mittels standardisierter Protokolle", so der Geschäftsführer des Weltmarktführers. „Allerdings ist in Zeiten von Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 eine ausreichend gute Breitbandversorgung auch auf dem Land nach wie vor ein Problem“, mahnte Menne. Am Beispiel von Mitarbeitern, die mittlerweile durch Home Office-Arbeit an weltweiten WebEx- oder Videokonferenzen teilnehmen können und müssen, erläuterte er die Dringlichkeit einer schnellen flächendeckenden digitalen Versorgung im ländlichen Raum.

 

Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus griff die angesprochene Thematik auf und hob besonders hervor, dass Mittelhessen bei der Weiterentwicklung der Region die Digitalisierung in den Mittelpunkt gerückt hat. Sie unterstrich dabei die gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft. „Der Breitbandausbau durch die Landkreise, die Glasfaseranbindung der Schulen oder das gemeinsame WLAN-Projekt „Digitale Dorflinde“ zeigen unser erfolgreiches Zusammenwirken“, so Sinemus. Die Ministerin bedankte sich an dieser Stelle auch bei den mittelhessischen Landrätinnen und Landräten für deren Engagement und hob auch die wichtige Rolle des Regionalmanagements, der regionalen Breitbandberatungsstellen und der Breitband-Kreiskoordinatoren hervor. „Ihr außerordentlicher Einsatz für den Ausbau und die Weiterentwicklung der digitalen Infrastrukturen in Mittelhessen stärkt nicht nur den Lebens- und Wirtschaftsstandort Mittelhessen. Er ist zugleich Vorbild, wie die Potenziale der Digitalisierung auch für überwiegend ländliche Räume erfolgreich erschlossen werden können. Die Voraussetzungen in der Region Mittelhessen sind optimal für einen international wettbewerbsfähigen Mittelstand, ein leistungsfähiges modernes Handwerk und eine innovative Wissenschaftslandschaft“.

 

Frank Lohse, Geschäftsführender Gesellschafter des mittelständischen Softwareentwicklers CENARIO solutions GmbH und Mitinitiator eines regionalen Gremiums des Wirtschaftsrates zur Standortpolitik in Mittelhessen, zog am Ende der zweistündigen Diskussion mit den Teilnehmern ein positives Fazit. Die Ministerin hätte im Diskurs mit den Vertretern der Wirtschaft konkrete Impulse und Problemstellungen aus der Praxis aufgenommen, die jetzt in der politischen Arbeit in Wiesbaden Niederschlag finden müssen.

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Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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