13. Mai 2020
VIDEO - Dr. Christian Gruber diskutiert mit Wirtschaftsrat-Mitgliedern über Wirkstoffforschung gegen Corona
Wie innovative Technik, basierend auf 3D-Punktwolken, KI und BIG Data bei der Medikamentenforschung helfen kann

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. hat im Rahmen seiner Webinar-Reihe einen Austausch zwischen Dr. Christian Gruber, CEO von Innophore, und Wirtschaftsrat-Mitgliedern veranstaltet. Dr. Gruber berichtete dabei von Forschungsergebnissen im Rahmen des Projekts „Fastcure“. Mithilfe von neuen, digitalen Technologien wird die Suche nach passenden Medikamenten beschleunigt. Ihre Forschung zum Coronavirus stellt Innophore dabei als Open source kostenfrei zur Verfügung, sodass weltweit an Lösungen gearbeitet werden kann. Die Basis der Forschung bilden Enzyme. Diese dienen als Katalysator von biochemischen Reaktionen. Die Technik von Innophore erstellt dabei 3d-Modelle von Protease (Enzym) -Sequenzen, welche es erlauben die Gestalt der Bindetaschen in 9 Dimensionen zu berechnen. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind 3D-Punktwolken, mit denen simuliert wird, ob ein Wirkstoff an eine Bindetasche „andocken“ kann. Je genauer die Kenntnis über die Beschaffenheit der Bindetaschen ist, umso passgenauer können Wirkstoffe ermittelt werden.

Dr. Gruber skizziert zwei Wege auf denen auf molekularer Ebene gegen das Coronavirus vorgegangen werden kann. Erstens kann die Aktivität des Virus in der Zelle blockiert werden. Für die Vermehrung der Viren sind Enzyme verantwortlich. Daher simuliert Dr. Gruber mit seinem Team anhand des oben beschriebenen Verfahrens, wie die Anbindungsstellen der beteiligten Enzyme mit einem Wirkstoff blockiert werden können. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Eindringen des Virus in die Zelle zu verhindern. Dafür muss statt der Anbindungsstellen der Enzyme die Oberfläche der Zellen analysiert werden. Mit den Berechnungen wird die Wirksamkeit von Stoffen simuliert. Die herausgefilterten Wirkstoffe werden dann wiederum in klinischen Studien getestet. Durch diese Vorauswahl können so Zeit und Ressourcen gespart werden. Erste gefundene Wirkstoffe sind gegenwärtig in klinischen Studien, weitere werden in Kürze folgen. Wichtige Projektpartner des bisher rein privatwirtschaftlich finanzierten Projektes sind die Harvard Medical School, ShanghaiTech University, University of Graz, University of Oxford, Helmholtz Centre for Infection Research, French National Centre for Scientific Research, Barcelona Supercomputing Center, Vienne Scientific Cluster, Alphabet (Google), u.v.m.

 

Sehen Sie das vollständige Webinar hier.

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