09. Oktober 2017
E-Mobilität: Batteriezellen sind ein Wettbewerbsfaktor!
Wirtschaftsrat Düsseldorf diskutiert über Wandel in der Automobilbranche
Christian Diemer (Foto: Wirtschaftsrat)

Angesichts von Dieselgate und Feinstaubrekorden in deutschen Großstädten diskutierte die Sektion Düsseldorf des Wirtschaftsrates der CDU e.V. über die Zukunft der Automobilbranche. Welche Bedeutung kommt Batteriezellen in Zukunft zu, diese Frage stellte der Wirtschaftsrat Christian Diemer, CEO und Geschäftsführender Gesellschafter der Heitkamp & Thumann KG. Sektionssprecher Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting begrüßte die Teilnehmer.

Diemer unterstrich: „Die E-Mobilität ist weltweit nicht aufzuhalten.“ Der disruptive Wandel der Automobilbranche werde durch die Elektrifizierung und Digitalisierung vorangetrieben. Damit verbunden sei auch eine Verlagerung der Wertschöpfung. Zukünftig seien in der Automobilindustrie nicht nur Mitarbeiter mit Maschinenbaukenntnissen gefragt, sondern auch Mitarbeiter mit Elektrotechnik-, Chemie- und IT-Know How. 


Ob die Elektromobilität in Deutschland am Ende Erfolg haben werde, dafür seien viele Faktoren ausschlaggebend: Ladeinfrastruktur, Strompreis, Stromverfügbarkeit, Co2 & NOx-Regulierung, Incentivierungen. Als eines der Hauptprobleme bezeichnete Diemer den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dieser müsse schneller vorangetrieben werden. Diemer sprach sich deshalb für Förderungen in der Anfangsphase aus. 

In der Automobilindustrie werde in Zukunft der größte Teil der Wertschöpfung auf die Batteriezelle entfallen. Er warnte davor, in diesem wichtigen Feld den Anschluss zu verlieren. „Die Asiaten sind in Punkto Batterien führend.“ In Europa werde nur in geringem Umfang produziert. Kooperationen zwischen asiatischen und deutschen Zellherstellern seien daher denkbar, um Synergien zu nutzen und Arbeitsplätze zu sichern. „Die Voraussetzungen hierfür sind gut.“