26. November 2013
Ein neues Kraftwerk für die Wäremversorgung im Westen Hamburgs
Sektion Pinneberg besucht am 26. November 2013 Heizkraftwerk in Wedel
Zwei Aspekte machten diesen Besuch bei Vattenfall besonders interessant: Zum einen ist Wedel neben Kiel einer der beiden Standorte, an dem eine Investition in eine großes Ersatzkraftwerk aufgrund der Abhängigkeit der Fernwärmeversorgung unerläßlich ist, und zum anderen hat die Stadt Hamburg die Ergebnisse des durch ATTAC und den B.U.N.D. u.a. herbeigeführten Volksentscheids zum Rückkauf der Energienetze umzusetzen.
Pieter Wasmuth (vorn stehend), Generalbevollmächtigter Vattenfall GmbH, erläutert die anstehende Investitionsentscheidung für ein neues Wärmekraftwerk vor dem Hintergrund des Hamburger Volksentscheids zum Rückkauf der Energienetze (Foto: Wirtschaftsrat)

Pieter Wasmuth stellte dazu die Planungen von Vattenfall vor, die einen Rückbau des steinkohlebefeuerten Heiz kraftwerks und den Neubau eines Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerks plus Wärmespeicher und Elektrokessel vorsehen und dafür Investitionsmittel von 500 Millionen Euro veranschlagen.

Auf diese Weise könne das Energiekonzept der Metropolregion erfolgreich umgesetzt, der CO2-Ausstoß um fast die Hälfte gesenkt und insgesamt ein wichtiger Schritt für die Energiewende in Deutschland beigetragen werden. In der anschließenden Diskussion wurden der Fahrplan für eine Umsetzung, der hinderliche Einfluss von Bürgerinitiativen und die Spielräume der Stadt Hamburg nach dem Volksentscheid besprochen.

Sektionssprecher Jens Sander dankte Vattenfall für die Einsichten und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadt Hamburg sich bald entscheiden möge, was inzwischen auch geschehen ist.