07. Februar 2013
Energiewende, Haushaltskonsoldierung und Gerechtigkeit
CDU-Bundestagskandidat Matern von Marschall stellt seine Schlüsselthemen für die Wahl vor
Seit geraumer Zeit steht der CDU-Bundestagskandidat für Freiburg fest: Matern von Marschall. Der selbständige Unternehmer, Teilhaber des Freiburger Audiobuch Verlags, nutzte auf Einladung von Sektionssprecher Prof. Dr. Frank O. Bayer die Chance, sich bei den Mitgliedern vorzustellen. Energiewende, Konsolidierung der Staatshaushalte sowie die Gerechtigkeitsdebatte identifizierte er dabei als Schlüsselthemen im bevorstehenden Wahlkampf.
Matern von Marschall blickt auf das Wahljahr 2013 (Foto: Wirtschaftsrat)

Eine Frage bewegte die Anwesenden zu Beginn: Kann man am „schmutzigen Donnerstag“ in einer Fasnet begeisterten Region überhaupt eine ernsthafte Veranstaltung durchführen? Die eindeutige Antwort heißt „ja“, wie die große Resonanz zeigte.

 

Matern von Marschall, studierter Romanist und Historiker, ist heimatverbunden. In seinem Heimatort March-Neuershausen ist er CDU-Vorsitzender und Ortschaftsrat. Seine Verbindung zum ländlichen und städtischen Raum im Breisgau-Hochschwarzwald möchte er nun nach Berlin tragen.

 

Die langfristige Sicherung der Ressourcen gehört für ihn zu einer der wichtigsten Aufgaben. In diesem Sinne sei er auch konservativ, wenn man den lateinischen Wortstamm „conservare“ = „erhalten“ zu Grunde legt. Der Ausbau der Infrastruktur sei zwar teuer, aber im Raum Freiburg dringend notwendig. Planungsrechtliche Verfahren müssten überprüft werden. Ebenso müsse darauf geachtet werden, dass das Ziel der Haushaltskonsolidierung erreicht werden könne. Insofern übte er auch Kritik an der grün-roten Landesregierung. In der Familienpolitik will sich von Marschall dafür einsetzen, dass Eltern auch für ihre Kinder Zeit haben können. In der Energiepolitik müsse man sich noch mehr öffnen - hier müsse im europäischen Maßstab gedacht werden.

 

Wie wichtig die Rückkoppelung der Politik mit den Mitgliedern des Wirtschaftsrates ist, wurde in der Diskussionsrunde klar. Denn die Fragen an „ihren“ Kandidaten waren sehr konkret und substanziell: Wie steht er zur Bürgerbeteiligung? Was sagt er zur Steuerpolitik? Kann der Länderfinanzausgleich reformiert werden?

Prof. Bayer ehrt Eckhard Rein (Foto: Wirtschaftsrat)

Beteiligungsverfahren steht von Marschall aufgeschlossen gegenüber, in weiteren Schritten müsse es aber Stabilität geben. Deutschland habe kein Einnahme-, aber ein Ausgabeproblem. Deshalb sollten nicht die Belastungen für die Unternehmen und die Bürger steigen, sondern darüber nachgedacht werden, die Sozialsysteme so zu reformieren, dass alle einbezogen werden. Auch sollte, seines Erachtens nach, die Lohnpolitik zur Gerechtigkeit beitragen. Der Länderfinanzausgleich müsse laut von Marschall reformiert werden, denn es gebe keinerlei Gegenleistungen. Dies könne man auch im europäischen Ausland nicht vermitteln.

 

Prof. Bayer fasste zusammen: „Zwei Dinge sind maßgebend: Die Handlungsoptionen für die Zukunft zu erhalten, insbesondere mit Blick auf die Sozial- und Schattenhaushalte, das EEG und die Finanz- und Schuldenbremse. Aber auch die Überzeugung, Menschen zu erreichen und jungen Menschen ein positives Bild von Unternehmern zu vermitteln, wird für diese und die nächsten Generationen große Bedeutung haben.“

 

Im Vorfeld der Veranstaltung fand die Mitgliederversammlung der Sektion Freiburg-Emmendingen statt, bei der Prof. Bayer im Amt des Sprechers bestätigt wurde. In dieser Funktion ehrte er Eckhard Rein, Geschäftsführer der Götz + Moriz GmbH in Freiburg, für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft und seinen Einsatz für die Soziale Marktwirtschaft.

(Foto: Wirtschaftsrat)