02. November 2017
Elektromobilität - Unternehmerische Planung benötigt verlässliche Politikaussagen
Stadtwerke Jena-Pößneck stellen Unternehmensstrategie für Elektromobilität im Jahre 2030 vor
Foto K. Seifert: Vortrag Herr Andre Kliem

Um Elektromobilität 2030 in ihrer Heimatregion abzusichern, müssten die Stadtwerke Jena-Pößneck jetzt entsprechende Infrastrukturen planen und beginnen auf- und auszubauen. Mit welchen Ansätzen sich dies bereits in der praktischen Planung und Umsetzung befindet, erläuterte Projektgruppenleiter André Kliem in seinem Vortrag „Elektromobilität - ein Blick in das Jahr 2030“ den knapp 30 Mitgliedern und Gästen der Sektion Jena-Saalfeld im Wirtschaftsrat Deutschland am 2. November 2017 in den Räumen der Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH in Jena.

 

Der Planungsansatz von ca. 10.000 Elektro-PKW, deren Fahrbereitschaft durch geladene Batterien es abzusichern gilt, schlage sich in allen Kerngeschäften der Stadtwerke, Energie/Netze, Wohnen und Mobilität nieder und werde nach den Worten von Kliem zu deren Verschmelzung führen.

 

Es gelte also, und dies belegte er im Vortrag, den durch Ladestrom zusätzlichen Energiebedarf vorzuhalten, die aus gleichzeitigen Laden entstehenden höheren Lastspitzen abzufangen und eine entsprechende Infrastruktur mit den Ladesäulen in Wohn-, Arbeits- sowie öffentlichen Stätten aufzubauen.

 

Derart langfristige Entscheidungen über Strategie und die damit verbundenen Investitionen würden natürlich auch stets ein unternehmerisches Risiko beinhalten. Dies zu minimieren und Planungen zu präzisieren, dazu bedürfe es verlässlicher Aussagen der Politik zu ihren Zielen in der zur Energie- und Mobilitätsstrategie. Jedoch, so das auch hier geltende Credo seitens des Wirtschaftsrates, Marktwirtschaftlicher Wettbewerb statt Planwirtschaft - Politik dürfe keine dogmatischen Vorgaben machen zu Technologie.

 

Die Stadtwerke gehen in Vorleistung. So werde der eigene PKW- und Transporter-Fuhrpark auf Elektro umgestellt. Auch wurden bereits in kürzlich fertiggestellten Wohnkomplexe die installationstechnischen Voraussetzungen für intelligentes Energiemanagement in 2030 geschaffen.

 

Das Projekt Elektromobilität werde seitens des Jenaer Stadtparlaments forciert: Die Stadtwerke Jena-Pößneck leiten das 2017 ins Leben gerufene und noch zu erweiternde Konsortium regionaler Akteure der Elektromobilität. 2018 sei hierzu ein Abschlussbericht zu notwendigen Maßnahmen vorzulegen.

Foto K. Seifert: Redebeitrag von Thomas Zaremba
Foto K. Seifert: Auditorium
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