04. Mai 2017
Elitenfeindlichkeit als Wahlkampfschlager
Gastbeitrag von Wolfgang Steiger heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Wie ist es um unser Land bestellt, wenn das verfängt

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, warnt heute in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung davor, die Eliten in Deutschland durch andauernde Kritik zu beschädigen. "Während Fußballstars und Formel-Eins-Fahrer jeden Samstag beklatscht werden, bekommen erfolgreiche Unternehmern und Führungskräfte kaum Anerkennung und werden regelmäßig Ziel platter Kampagnen", kritisiert Wolfgang Steiger. Die Mixtur ist einfach: Man nehme einen Einzelfall überhöhter Abfindung oder gar eines Gesetzesbruchs und fordere schärfere Paragraphen. "Dass sich Teile der Politik an die Spitze solcher Kampagnen setzen oder sich wegducken, erschwert die Versachlichung."

Deutschland ist Exportweltmeister, hat seine Arbeitslosigkeit innerhalb von zwölf Jahren halbiert und feiert einen Beschäftigungsrekord mit rund 44 Millionen Erwerbstätigen. Die Steuereinnahmen sprudeln. Gleichzeitig steigen die Löhne mit realen Kaufkraftgewinnen in einer Phase niedrigster Preissteigerung. „Wo ist da die beschworene soziale Schieflage, die Grundlage für eine Neid-Kampagne bilden soll? Wie ist es um unser Land bestellt, wenn das verfängt?“, fragt Wolfgang Steiger. „Anfüttern lässt sich die Öffentlichkeit immer wieder durch Behauptungen, die keiner Überprüfung standhalten. Wer weiß schon, dass es vor der Agenda 2010 nicht nur wesentlich mehr Arbeitslose gab, sondern dass auch der Anteil ‚prekärer Arbeitsverhältnisse‘ höher lag?“

 

„Glaubt man Oscar Lafontaine und Martin Schulz, könnte man meinen, mit den Reformen seien breite Bevölkerungsschichten verarmt. Die Fakten werden kampagnefähig hingebogen und Benachteiligungen niedriger Einkommensbezieher konstruiert.“ Die Vermögenseinkommen sind von 2007 bis 2015 um 5,6 Prozent gestiegen, die Arbeitseinkommen hingegen um 28,6 Prozent gewachsen. Trotz dieser positiven Wirtschaftsentwicklung sind in dieser Legislaturperiode die Sozialausgaben von 800 auf rund 900 Milliarden Euro geschnellt und die OECD bescheinigt Deutschland die höchsten Steuer- und Abgabenlasten aller Industrienationen.

 

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