15. Juni 2016
Energie zum Leben
Wie geht es mit der Energieversorgung in Baden-Württemberg weiter?
Traditionelle Mittagsrunde der Sektion Heidenheim mit Gabriele Strehlau, Geschäftsführerin des Kernkraftwerks Gundremmingen GmbH
Energie zum Leben (Foto Wirtschaftsrat)

Heidenheim. Nach der Havarie des japanischen Atommeilers Fukushima ist in Deutschland die Debatte um den Atomausstieg neu entbrannt. Das Kernkraftwerk Gundremmingen (KGG) an der Donau ist mit zwei Siedewasserreaktoren und einer elektrischen Leistung von jeweils 1344 Megawatt das leistungsstärkste deutsche Kernkraftwerk.

 

6 Milliarden Menschen leben heute auf der Erde. Jeder von ihnen verbraucht im Durchschnitt jährlich die entsprechende Energiemenge von 2 Tonnen Steinkohle; in den Entwicklungsländern meist sehr viel weniger, in den Industrieländern weit mehr (Deutschland: 6,5 t). Die Weltbevölkerung wächst rasant weiter. 2050 werden 9 Mrd. Menschen erwartet. Schon in den nächsten 30 Jahren wird mehr Energie (Kohle, Erdöl, Erdgas) verbraucht werden, als bisher seit der Beherrschung des Feuers.

Franz Rieger dankt Gabriele Strehlau mit einer Flasche Kessler Hochgewächs der Traditionskellerei Kessler Sekt aus Esslingen

Heute decken Kohle, Erdöl und Erdgas fast 90 % des Welt-Energiebedarfs. Anteil und Menge dieser fossilen Energieträger müssen wegen der Begrenztheit der Vorräte und zum Klimaschutz bis 2050 drastisch gesenkt werden. Energiesparen, höhere Nutzungsgrade und Substitution durch Regenerative Energien reichen dafür nicht aus.

 

Deshalb hatte die Sektion Heidenheim zu ihrer bereits zur festen Tradition gewordenen Mittagsrunde Gabriele Strehlau, die Geschäftsführerin des Kernkraftwerks Gundremmingen eingeladen, um mit ihr zu diskutieren, wie es mit der Energieversorgung in Baden-Württemberg weiter geht?

Angeregte Diskussion - Wie geht es mit der Energieversorgung in Baden-Württemberg weiter? (Foto Wirtschaftsrat)

Dass dieses Thema polarisiert und interessiert, bewies auch die doppelte Pressepräsenz regionaler Zeitungen. ,,Die sichere, klimafreundliche und wirtschaftliche Stromerzeugung ist das vorgegebene Unternehmensziel‘‘, so Gabriele Strehlau. ,,Mit einer Erzeugung von jährlich ca. 21 Milliarden Kilowattstunden Strom leistet das Kraftwerk einen zuverlässigen Beitrag zur Grundlastversorgung für Industrie, Wirtschaft wie Privathaushalte‘‘ führte sie aus.

 

Das Thema Kernenergie wird auch in Zukunft stark umstritten bleiben. Welche Zukunft hat die Kernenergie nach dem Atomausstieg?