10. Februar 2014
"Energiepolitik auf marktwirtschaftliche Füße stellen"
„Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) ist eine Großbaustelle und bedarf in diesem Jahr
einer dringenden Grundsanierung“ formuliert Simone Hartmann, Landesvorsitzende des
sächsischen Wirtschaftsrates, ihren Standpunkt zur Energiepolitik beim diesjährigen
Neujahrsempfang des Wirtschaftsrates Sachsen. Angesichts der rund 250 Milliarden Euro
bisheriger Gesamtsubventionen der Energiewende dürfe die Diskussion um die
Stromversorgung nicht Ideologen überlassen werden.

Hartmann regte an, „einen gesellschaftlichen Diskurs darüber zu führen, was es für Verbraucher und die sächsische Wirtschaft bedeutet, Ökostrom weiterhin ungebremst zu subventionieren“. Auch das sächsische Bundestagsmitglied Michael Kretschmer gibt als Ziele der Energiepolitik vor, „dass die Preise stimmen müssen und die Versorgungssicherheit gewährleistet sein muss“.

Sein Plädoyer für Europa begründete Hermann Winkler, sächsischer Europaabgeordneter,
damit, dass Deutschland mit seinen achtzig Millionen Einwohnern und seinen demografischen Problemen weltweit eine untergeordnete Rolle spiele, deshalb habe es keine andere Chance, als sich mit anderen europäischen Ländern zusammenzuschließen und - wenn notwendig - auch Solidarität zu üben. Das schließe ein, auch gegenseitige Auflagen zu akzeptieren.

Diesmal hatte der Wirtschaftsrat zum Empfang ins Glücksgasstadion eingeladen. Vor rund 250 Gästen aus Wirtschaft und Politik würdigte die Landesvorsitzende Simone Hartmann den industriellen Mittelstand, der an der sächsischen Bruttowertschöpfung inzwischen wieder mit 19 Prozent beteiligt ist. Für das Landesprofil Sachsens sei jetzt erforderlich, die Marke mit der unverwechselbaren sächsischen Mentalität zu prägen und den Tourismus noch stärker als Wirtschaftsfaktor zu nutzen.

Daneben müsse Sachsen weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren, erklärte der
zuständige Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer. „Wissenschaft darf nicht nur in
Grundlagenforschung stattfinden, sondern muss in Anwendungen in der Wirtschaft transferiert werden. Das schafft innovative Wertschöpfung in Sachsen“, so Kretschmer weiter. Weitere Schwerpunktaufgaben für Sachsen sieht er im Breitbandausbau sowie in der IT-Sicherheit und empfiehlt, klassische Produkte mit digitalen Medien zu verbinden.

Passend zur Eröffnung der olympischen Winterspiele in Sotschi lud der Geschäftsführer der
Wintersport Altenberg GmbH Matthias Benesch, seines Zeichens Europameister im 4er Bob
und mehrfacher Weltcupsieger, die Gäste ein, ihr Können auf der Laser-Biathlon-Anlage zu
testen. Der Altenberger Olympiastützpunkt ist ein markantes Beispiel dafür, dass der Sport
auch in Sachsen als Wirtschaftsfaktor fungiert.

 

Kontakt
Peter Michael Münnich Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Sachsen
Telefon: 03 51 / 8 02 63 30 Telefax: 03 51 / 8 02 63 35