25. März 2015
Energie- und Klimapolitik übermotiviert und verzettelt
Kurt J. Lauk: Fracking-Ausschluss, Kohle- und Kernkraft-Ausstieg sind gleichzeitig unmöglich - Klimaziel von 40 Prozent völlig unrealistisch

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die zu hohen Hürden für Fracking durch das Bundesumweltministerium und die geplante Verteuerung des Kohlestroms durch Bundeswirtschaftsminister Gabriel. „Das Zusammentreffen dieser beiden Themen in dieser Woche ist symptomatisch für die übermotivierte und gleichzeitig verzettelte Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung. Sie  will an allen Fronten in der Energie- und Klimapolitik Vorreiter sein. Die Kosten werden für Privatverbraucher und die Breite der deutschen Wirtschaft in unermessliche Höhen getrieben - die hochgesteckte Latte bei den Klimazielen dennoch gerissen. Die deutschen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen sind in den vergangenen Jahren nicht so gesunken, wie man es sich gewünscht hat. Leider wurde vergessen, mit dem schnelleren Ausstieg aus der CO2-neutralen Kernenergie auch die Klimaziele anzupassen. Wir Deutschen werden das 40-Prozent-Ziel bis 2020 nicht halten können, weil es für eine Industrienation nicht erfüllbar ist. Die Große Koalition muss reinen Tisch machen und endlich einen realistischen Korridor definieren", fordert Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Mit unter drei Prozent globalen Anteil am Kohlendioxidausstoß meint Deutschland, die Welt an seinem vorbildlichen Wesen genesen lassen zu können. Das ist schon ein Trugschluss: Denn China verbraucht in einem Monat so viel wie Deutschland in einem Jahr – mit rasantem Wachstum. „Die Bundesregierung steht auch in der Verantwortung, eine sichere Energieversorgung auf Basis heimischer Rohstoffe zu erhalten. Deutschland ist ein rohstoffarmes Land und kann derzeit nur zwölf Prozent der Erdgasversorgung durch heimische Förderung sichern. Deshalb dürfen die großen Potentiale im Schiefergasbereich, die ein Vielfaches der heimischen konventionellen Gasreserven darstellen, nicht einfach durch eine ideologisierte Politik blockiert werden. Wir müssen die Wertschöpfungsketten in Deutschland erhalten, einschließlich des Bergbaus. Industrien, Handwerk und Handel und Dienstleistungen hängen netzartig zusammen. Technologieoffen müssen wir auch im Blick auf unsere Exportchancen bleiben. Denn ein umweltfreundliches ‚Fracking made in Germany‘ hat gute Perspektiven ein Exportschlager zu werden", erklärt Lauk.

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