17. April 2014
Energiewende endlich auf Technologieführerschaft und Standortwettbewerb ausrichten
Wirtschaftrat fordert marktwirtschaftliche Lösungen anstelle politischer Energieplanwirtschaft
„Es muss bei der Energiewende ein einheitlicher Weg in Deutschland und Europa eingeschlagen werden. Dennoch sind dabei neben nationalen insbesondere auch regionale Schwerpunkte zu berücksichtigen, die wir in die Diskussion einbringen werden“, kündigt Andreas Elm von Liebschwitz, Geschäftsführer des Landesverbandes Thüringen im Wirtschaftrat der CDU e.V., eine in Kürze beginnende Befragung unter Thüringer Wirtschaftsratsmitgliedern zur Energiewende und ihren direkten Einfluss auf Entscheidungen zur weiteren Unternehmensführung an.

Das Hauptinteresse liege bei den Antworten auf den Anteilen der Energiekosten, Auswirkungen auf das Investitionsverhalten, d. h. Erweiterungen an bisherigen oder an neuen Standorten, sowie auf die weitere Innovations- und internationale Wettbewerbsfähigkeit.

 

Während des Arbeitstreffens der Landesfachkommission „Energiepolitik“ in der Erfurter X-FAB Semiconductor Foundries AG illustrierte Gastgeber und Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Straub aus der Sicht eines Global Players die akute Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die bei Beibehaltung des aktuellen Kurses bei Energiewende und EEG droht: „Die Energiekosten unserer deutschen Standorte betragen das Vierfache verglichen mit unserem US-amerikanischen Standort. Aktuell schmälern diese den branchenüblichen Gewinn von etwa 10 Prozent um etwa zwei Drittel. Diese Mittel fehlen für Investitionen insbesondere in Forschung und Entwicklung, die eigentliche Wettbewerbsstärke deutscher Unternehmen und deren einzige Möglichkeit zur Zukunftssicherung!“, so Straub. Zudem werde der Standort Deutschland nicht nur für Unternehmen unattraktiv, auch Verbraucher in Privathaushalten seien durch gefährdete Arbeitsplätze und ständig steigende Energiekosten doppelt betroffen.

 

Noch sei die Chance nicht verspielt. Doch nun müsse seitens der Politik umgehend den Experten aus Technik und Wirtschaft Gehör geschenkt werden, anstatt ausschließlich auf Wählerstimmen zu schielen. Mit marktwirtschaftlich orientierten Lösungen und verlässlichen Aussagen sowie dauerhaften Entscheidungen zu Energiewende und Lastenverteilung ließe sich die Energiewende in ein Erfolgs- und Exportmodell wandeln, so das Resümee der Energie- und Wirtschaftsexperten.

 

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Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer

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