22. Januar 2018
Energiewende in eine industriepolitische Strategie einbetten
Gastbeitrag von Wolfgang Steiger in der Fuldaer Zeitung

In einem Gastbeitrag mahnt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates Wolfgang Steiger die zukünftige Regierung, sich beim Thema Klimaschutz den Realitäten zu stellen. Dass sich die Sondierer von CDU, CSU und SPD in ihrem Ergebnispapier– wenn auch weniger deutlich als während der Jamaika-Sondierungen – weiter zum Klimaziel 2020 bekennen, mag politisch nachvollziehbar sein - jagt doch die deutsche Politik dem Klimaphantom 2020 bereits seit Jahren hinterher. Dabei glaubt heute niemand mehr ernsthaft daran, dass es noch möglich ist, das nationale Ziel zu erfüllen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Denn zwischen Symbolpolitik und ökonomischen sowie technisch-physikalischen Realitäten klaffen mitunter Welten. Und mit dem abrupten Atomausstieg sind die Grundlagen für einst festgelegte Klimaschutzziele längst überholt.

 

Bei allen Anstrengungen zum Klimaschutz muss die Politik mit Augenmaß vorgehen. Nachhaltiger Klimaschutz muss gleichrangig zu Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit behandelt werden. Aus dem womöglich noch auszuhandelnden Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD muss also deutlich hervorgehen, dass wir die Energiewende in eine industriepolitische Gesamtstrategie einbetten, die die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschafts- und Industriestandorts angemessen berücksichtigt. Gelingt uns dies, wird die Energiewende als starker Innovations- und Investitionstreiber die gesamte deutsche Volkswirtschaft nach vorne bringen. Die potentiellen Koalitionspartner von Union und SPD müssen ein praktikables und effizientes Instrumentarium schaffen, um den Klimaschutz voranzutreiben, ohne den Wirtschafts- und Industriestandort zu schädigen.

 

Lesen Sie den vollständigen Gastbeitrag unter diesem Link oder in der Printausgabe der Fuldaer Zeitung vom 20. Januar 2018 auf Seite 4.

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