19. Juni 2017
Energiewende macht Sinn!
Das Thema Energiewende ist und bleibt vorerst Bestandteil einer kontroversen Debatte. Nun nahm sich die Landesfachkommission Umwelt und Energie des Wirtschaftsrates Hessen den Fragen zu erneuerbaren Energien, Rohstoffmängeln und Klimaveränderungen in einer Vortrags- und Diskussionsrunde mit Prof. Dr.-Ing. Clemens Hoffmann, Director der Fraunhofer IWES, und Peter Bartholomäus, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Infraserv Wiesbaden, an.
Prof. Dr. Peter Brikner analysierte das EEG und die Energiwende (Foto: Wirtschaftsrat)

Unter dem Motto „ Energiewende heißt, ändere das System der gesamten Republik“, bemängelte Prof. Dr. Peter Birkner, Vorsitzender der Landesfachkommission Umwelt und Energie, ordnungs- und steuerpolitische Regelungen in Deutschland, die einer effizienten Energiewende im Weg stehen und neue Innovationen ausbremsen. 

Prof. Dr.-Ing. Clemens Hoffmann über die Herausforderungen der Energiewende (Foto: Wirtschaftsrat)

Prof. Birkner ging dabei auf drei wesentliche technische Herausforderungen ein, vor denen wir stehen. Dies seien zum einen die Schaffung von Stabilität und Flexibilität, zum anderen Dekarbonisierung und die Koppelung von unterschiedlichen Energieformen. „Das Zusammenspiel dieser Bedingungen, wird eine Energiewende ermöglichen“, so Birkner. Da die Klimaveränderungen anthropogen hervorgerufen seien, sehe man sich in der Pflicht, den Folgen entgegenzuwirken. Dabei müssen allerdings zunächst ordnungspolitische Barrieren zwischen den Energieformen beseitigt werden. Bisher wird der Wandel von Strom auf Wärme doppelt so hoch versteuert wie der von Gas auf Wärme. „Deshalb gleicht die Energiewende einer Kapitalwende“, erläuterte Prof. Birkner.

Peter Bartholomäus referierte ebenfalls über die Herausforderungen der Energiewende in Deutschland (Foto: Wirtschaftsrat)

Prof. Dr.-Ing. Clemens Hoffmann, Director der Fraunhofer IWES, und Peter Bartholomäus, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Infraserv Wiesbaden bauten auf Prof. Birkners Ausführungen auf. Fragen der  Mehrkostenlösungen, Steuergestaltungen und Marktregulierungen standen im Fokus. Als Resultat bleibte eine wichtige Forderung: Der Kostenentwicklungstrend des EEG muss aufgehalten werden. Außerdem wurde eine ökonomisch gesunde Entwicklung und ein ökologisch vernünftigen Subventionsstopp gefordert, um Arbeitsplätze und sozialverträgliche Resultate zu sichern.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
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