12. September 2017
Energiewende mit volkswirtschaftlichem Augenmaß und Vernunft
Wirtschaftsrat diskutiert in Schleusingen zu zukünftiger Energiepolitik in Freistaat und Bund
Foto K. Seifert: Rede Mark Hauptmann MdB

„Es besteht unsererseits kein Widerstand zur nötigen Energiewende. Der bisherige Weg jedoch, im Schwerpunkt die Erzeugung aus erneuerbaren Ressourcen zu fördern und dies über zusätzliche steuerliche Umlagen aus dem EEG zu finanzieren, ist ideologisch und bedauerlicherweise nicht von volkswirtschaftlicher Vernunft geprägt. Er belastet Unternehmen und private Verbraucher in existenzbedrohender Weise“, leitet Dr. Wolfgang Müller, Sprecher der Sektion Südthüringen im Wirtschaftsrat Deutschland die kürzlich abgehaltene Diskussionsrunde von regionalen Unternehmern und Energieexperten aus Wirtschaft und Politik im Hause der Kern Technik GmbH & Co. KG, Schleusingen ein. Schon jetzt weise das aktuelle Steuerbarometer Deutschland einen Platz im negativen Spitzenfeld zu.

 

Mit getragen wurde die Fachdiskussion durch Energieexperten Rainer Otto als Vorsitzenden der Landesfachkommission Energiepolitik im Thüringer Landesverband des Wirtschaftsrates der CDU e. V. Er moderierte die Beiträge und Stellungnahmen beispielsweise zur aussichtsreichen Wasserstofftechnologie (Brennstoffzelle), möglichen und notwendigen Speicher-, Puffer- und Leitungsressourcen und dem Rang der Elektromobilität, der, aktuell unangemessen hoch, ihr mit Blick auf Verfügbarkeit von Batterien und deren Energiebilanz ab Herstellung wirklich zugestanden werden sollte.

 

Besorgt zeigte sich Gastgeber Hans-Jürgen Kern, Geschäftsführer der Schleusinger Kern Technik GmbH & Co. KG, in zweierlei Hinsicht: Die zunehmenden Kosten beeinflussten zunehmend seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Anbietern aus China und den USA. Dem würde aktuell bei KERN mit einem Projekt zur Energieanalyse und Energie- und damit Kosteneinsparung begegnet, so der Unternehmer. Jedoch könnten auch Qualitätsschwankungen bei Spannung und Frequenz zu automatischen Abschaltungen der Fertigungsautomaten und damit einhergehende Beschädigungen zu Produktionsausfällen führen.

 

In Richtung Landespolitik erging die Aufforderung, für die Bedingungen im Freistaat geeignete Energieerzeugung umzusetzen. Und dies sei gewiss nicht die weitere Verspargelung von Wald- und Natur- sowie Artenschutzflächen. Hier müsse eine bundeseinheitliche Abstimmung im gesamtwirtschaftlichen Interesse an die Stelle der förderalen Alleingänge treten.

 

Dieser Appell erging in persona an die anwesenden Politikvertreter Mark Hauptmann, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Auswärtiges des Deutschen Bundestages sowie Henry Worm, Abgeordneter im Thüringer Landtag.

Foto K. Seifert: Begrüßung durch Rainer Otto
Foto KERN-Technik, Schmidt: Totale
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