12. September 2017
Energiewende muss zum Motor für Wachstum und Innovation in Deutschland und Europa werden
Dr. Rainer Gerding: Größter Treiber für Innovationen und neue Geschäftsmodelle ist der freie Markt

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert anlässlich des Symposiums Europäische Energiepolitik in Brüssel, eine stärker marktwirtschaftliche und europäische Ausrichtung der energiepolitischen Maßnahmen und Ziele. „Wir müssen die Energiewende zum Wachstumsmotor machen, das bedeutet wettbewerbsfähig, innovativ und effizient“, betonte Dr. Karsten Wildberger, neuer Vorsitzender der Bundesfachkommission Energiepolitik und Vorstandsmitglied der E.ON SE. „Damit dies gelingt, müssen heute die Weichen gestellt werden für neue, digitale Lösungen, mehr Flexibilität von Erzeugern und Verbrauchern, ein marktwirtschaftliches CO2-Preissignal und einen zügigen Netzausbau in Deutschland und Europa“, ergänzte Dr. Rainer Gerding, Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates.

Auch EU-Vizepräsident Maroš Šefčovič spricht sich für einen marktwirtschaftlichen und integrierten europäischen Energiemarkt aus: „Damit unsere Industrie international wettbewerbsfähig bleibt, muss die Energiewende zum Erfolg geführt werden. Dies erfordert die enge Zusammenarbeit aller Regierungsebenen und der Zivilgesellschaft.“ Er ergänzte: „Unser Clean Energy-Paket zielt auf eine Ein-Prozent-Steigerung unseres Bruttoinlandsproduktes. Einem wettbewerbsfähigen Marktdesign kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.“  

Dr. Karsten Wildberger konkretisiert die einzelnen Forderungen: „Thema Digitalisierung: Wir brauchen europäische Mindeststandards für Sicherheit, Datenschnittstellen und Datenschutz, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen und bestehende Infrastruktur verlässlich gegen Missbrauch zu schützen. Dabei gilt es, den grenzüberschreitenden Datenaustausch, den „free flow of data“, zu ermöglichen, um das Zusammenwachsen der Energieinfrastruktur in Europa zu beschleunigen.“

Zudem muss jetzt der nationale und europäische Netzausbau auf allen Spannungsebenen und das Schaffen von Schnittstellen zwischen Sektoren konsequent vorangetrieben werden, um die notwendige Flexibilität für das zunehmend volatile Energiesystem wirtschaftlich sicherzustellen und den EU-Energiebinnenmarkt zu vollenden. Nationale Sonderinstrumente wie das EEG sind ineffiziente Kostentreiber. Um wirksam und kosteneffizient CO2 einzusparen, sollte der EU-Emmissionshandel (ETS) als Leitinstrument gestärkt werden. Dabei sind auch die Sektoren Verkehr und Wärmemarkt einzubeziehen.

 

Lesen Sie unter diesem Link den "Forderungskatalog Europäische Energiepolitik" des Wirtschaftsrates.

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