27. September 2016
Energiewende wird teuer
Dr. Karlheinz Sonnenberg von der EVM beim Wirtschaftsrat
Zu einem Wirtschaftsrats-Lunch konnte Sektionssprecher Jürgen Grimm Dr. Karlheinz Sonnenberg, Mitglied des Vorstandes der Energieversorgung Mittelrhein AG (EVM), begrüßen.
Neben einer kurzen Präsentation des Unternehmens ging Dr. Sonnenberg insbesondere auf die Energiewende ein.
Dr. Karlheinz Sonnenberg, Mitglied des Vorstandes EVM, (li.) und Sektionssprecher Jürgen Grimm beim Wirtschaftsrats-Lunch in Wirges (Foto: Wirtschaftsrat)

Im Jahre 2015 wurden von den 651 Mrd. Kilowattstunden Strom ca. 30 % über erneuerbare Energien erzeugt. Wobei die Anteile an Leistung und Erzeugung der regenerativen Energieerzeugungsanlagen unterschiedlich sind. Während die Photovoltaik über 42 % der installierten Leistung stelle, werde damit nur 23,6 % der regenerativen Energie produziert. Besonders hoch ist der Anteil bei Biomasse, die mit 7,7 % installierter Leistung 25 % der regenerativen Stromerzeugung liefere. Auch die Windkraft-Offshore mit 5,1 % installierter Leistung liefere 12,6 % der Energie. Die Zahlen stammten aus dem Jahre 2014.


Die Strompreise für die Haushalte hätten sich, so Dr. Sonnenberg, von 1998 von ca. 17 ct/kWh auf fast 29 ct im Jahre 2016 erhöht. Im Jahr 2016 werden die Kosten für die Verbraucher durch das EEG auf fast 23 Mrd. Euro ansteigen. Hierbei würden die privaten Haushalte mit knapp 8 Mrd., die Industrie mit über 7 Mrd., Gewerbe, Handel und Dienstleistung mit über 4 Mrd. Euro belastet.


Aufgrund der Eingriffe der Politik in den Energiemarkt haben sich in den vergangenen Jahren zwei Kraftwerksparke in Deutschland etabliert, einer mit den regenerativen und einer mit den herkömmlichen Kraftwerken. Wobei deutlich sei, so Dr. Sonnenberg, dass die herkömmlichen Kraftwerke nach wie vor benötigt würden, gleichzeitig aber aufgrund der politischen Vorgaben wirtschaftlich unrentabel seien.

 

Dr. Sonnenberg machte deutlich, dass im Vertriebsgebiet im Westerwald es eine hohe Versorgungssicherheit mit Gas und Strom durch die EVM gebe und dies auch der Anspruch der EVM für die Zukunft sei.