05. September 2014
Veranstaltung der Wirtschaftsrat-Sektion Groß-Gerau
Erlebnis Flughafen
Vor dem Abflug noch einmal Bahnen durchs Schwimmbecken ziehen
„Flughafen Frankfurt – seine Bedeutung für die Region“ lautete das Thema einer Vortragsveranstaltung, zu der die Wirtschaftsrat-Sektion Groß-Gerau eingeladen hatte. Es sei geplant, den Flughafen zukünftig verstärkt als Erlebnisfaktor darzustellen, erklärte Frank Cornelius, Sprecher für politische Kommunikation der Fraport AG.
v.l.n.r.: Reinhard Jost, Frank Cornelius, Jürgen Arnold (Foto: Wirtschaftsrat)

Zunächst begrüßte Reinhard Jost, amtierender Sektionssprecher, die Anwesenden und stellte Jürgen Arnold als nachfolgenden Sprecher der Sektion Groß-Gerau vor. Anschließend gab Referent Frank Cornelius einen Einblick in die Unternehmensstruktur der Fraport AG und berichtete über geplante Projekte am Frankfurter Flughafen. Es werden derzeit 13 Flughäfen weltweit von der Fraport AG betreut und vier weitere in den USA sind momentan in Planung. „Mit rund 78.000 Mitarbeitern ist die Fraport AG zudem einer der größten Arbeitgeber der Region“, so Cornelius.

 

Auch der Ausbau des Terminals 3 wurde thematisiert. Die vorbereitenden unterirdischen Arbeiten seien bereits abgeschlossen. „Es geht dabei auch um die Entlastung des Terminals 1, bei dem wir andernfalls an die Kapazitätsgrenzen stoßen würden“, gab Cornelius zu bedenken. Das neue Terminal, das jährlich die Abfertigung von zusätzlich 14 Millionen Passagieren ermögliche, werde voraussichtlich bis zum Jahr 2021 fertiggestellt.

 

Des Weiteren sei geplant, den Geschäftsbereich „Retail und Real Estate“ weiter auszubauen, da Erlebnisse, wie es sie beispielsweise am Flughafen Singapur gebe, in Frankfurt noch fehlten. „Es wäre denkbar ein Schwimmbad einzurichten, das die Passagiere bei längeren Wartezeiten nutzen können“, so Cornelius. Auch solle ein eigenes Hotel im Terminalbereich errichtet werden. Vor allem für Reisende im Transit-Bereich, die den Flughafen unter Umständen mehrere Stunden oder sogar über Nacht nicht verlassen können, seien solche Angebote interessant.

 

In der anschließenden Diskussion wurde der für die umliegenden Ortschaften und Städte stark belastende Fluglärm angesprochen. In diesem Zusammenhang wies Cornelius auf die geplante GBAS-CAT I-Technologie hin, wobei große Siedlungsgebiete beim Landeanflug zukünftig umflogen würden und die Flughöhe länger hoch gehalten werden könne, was zu einer Reduzierung des Fluglärms führen soll.