04. März 2015
Erste Erfahrungen mit dem Mindestlohn und weiteren Neuerungen seit 01.01.2015
Der Einladung der Sektionsvorstands Plauen in die Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG waren neben Mitgliedern auch zahlreiche Gäste sowie der Wirtschaftsförderer der Stadt Plauen, Eckhard Sorger, gefolgt. Die Geschäftsführenden Gesellschafter der HKMS Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfer Michael Köbrich und Steuerberaterin Christine Luderer führten die Anwesenden sehr ausführlich zum Thema Mindestlohn ein und hatten die Steuerberaterinnen Alberti und Stiehler aus ihrem Team als Referentinnen zu den Themen „Geplante Änderungen zum Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz“ sowie „Ausgewählte steuerliche Neuregelungen seit dem 01.01.2015“ dabei.
v.l.n.r.: Christine Luderer, Geschäftsführerin und Steuerberaterin, HKMS Treuhand GmbH Plauen; Michael Köbrich, Geschäftsführender Gesellschafter und Wirtschaftsprüfer, HKMS Treuhand GmbH Plauen (Foto: Wirtschaftsrat)

In dem über einstündigen Vortrag zum Thema Mindestlohn mit anschließender Diskussion stellte sich sehr schnell heraus, dass es neben den momentan nach dem Gesetzestext erforderlichen zusätzlichen administrativen Tätigkeiten zum Beispiel auch zusätzliche Aufbewahrungserfordernisse der Stundennachweise für künftig 3 Jahre gibt. Einhellig war die Forderung nach Lockerung der Aufzeichnungspflichten, wobei speziell für Minijobber diese Aufzeichnungspflichten komplett entfallen sollten, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, aus welchem die vereinbarte Arbeitszeit hervorgeht. Ferner ist die Klarstellung zur Auftraggeberhaftung des Generalunternehmers unbedingt erforderlich.

Es sollte jeder Vollzeitbeschäftigte von seinem Lohn leben können, so die Sektionssprecherin Alexandra Glied, doch dieses ideologisch sozialdemokratisch geprägte Gesetz, welches unter Duldung des großen Koalitionspartners, CDU, so ausgestaltet wurde, dass durch Dokumentationspflichten eine grundsätzliche Misstrauenskultur gegenüber Unternehmern geschürt wird, ist zügig zu überarbeiten und auch für kleine und mittelständische Unternehmen zumindest praxistauglich und anwendungssicher zu gestalten.

Nach den anschließend vorgestellten geplanten Änderungen zum Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz sowie einigen ausgewählten steuerlichen Neuregelungen seit dem 01.01.2015 hatten die Veranstaltungsteilnehmer die Gelegenheit unter Führung des Geschäftsführenden Gesellschafters, Dr. Thomas W. Richter, das seit über 125 Jahren bestehende Traditionsunternehmen Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG zu besichtigen. Dr. Richter erläuterte den Anwesenden während seiner Führung durch das firmeneigene Museum und die Produktion, die Entwicklung der Gesellschaft seit Gründung bis zum weltweit agierenden hidden champion für Spezialmaschinen zur Tubenabfüllung.

Der Abend klang bei angeregten Diskussionen und einem Imbiss-Buffet aus.

Dr. Thomas W. Richter, Geschäftsführender Gesellschafter der Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG, führt die Teilnehmer durch seine Firma (Foto: Wirtschaftsrat)
v.l.n.r.: Christel Knoll, Geschäftsführerin der Christel Knoll Vertriebsservice GmbH; Thomas Fritzlar, Christel Knoll Vertriebsservice GmbH; Eckhard Sorger, Beauftragter der Wirtschaftsförderung der Stadt Plauen; Susanne Schörner-Richter, Prokuristin der Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG; Alexandra Glied, Inhaberin des Hotels "Alexandra"; Dr. Thomas W. Richter, Geschäftsführender Gesellschafter der Gustav Obermeyer GmbH & Co. KG (Foto: Wirtschaftsrat)