06. September 2016
"Es gibt nicht das Erfolgsrezept für Startups"
Junger Wirtschaftsrat diskutiert über den Erfolg und Nichterfolg von Start-Ups
Start-Ups sind seit ein paar Jahren vor allem dank Uber, Airbnb & Co in aller Munde. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige erfolgreiche Geschäftsideen, die in Start-Ups verwirklicht wurden. Der Junge Wirtschaftsrat traf sich daher zur Podiumsdiskussion mit dem Thema „Survival of the Fittest oder stirbt der Angepasste?“. Unter der Moderation von Uwe Böning diskutierten Max Langer, City Head Frankfurt Deliveroo Germany, und Pascal Weinberger, Gründer und CTO von Gaia Solutions, sowie Joachim Merten, CFO Quadriga Capital III Limited, und Nils Rahlf, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP.

„Die Frage, welcher Weg der richtige ist, lässt sich nicht beantworten, da der Weg zum Erfolg nicht replizierbar ist“, so Nils Rahlf, Partner bei Norton Rose Fulbright LLP. Joachim Merten, CFO Quadriga Capital III Limited, ergänzte: „Für Start-Ups ist neben einem motivierten Team, eine Gleichschaltung von Management und Investoren wichtig.“ Viele Start-Ups scheitern daran, dass sie in ihren eigenen Perspektiven gefangen sind und sich keinen externen Input einholen.

 

Pascal Weinberger, Gründer und CTO von Gaia Solutions, selbst mit seinem ersten Start-Up gescheitert, kritisierte die Fehlerkultur in Deutschland: „Scheitern wird in Deutschland negativ gesehen. In den USA hingegen wird Scheitern nicht als Makel, sondern als Chance gesehen, es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Scheitern sei jedoch nicht per se negativ, da man als Gründer aus den Fehlern lernen könne.

 

Uwe Böning ergänzte: „Aus Scheitern kann man Erfolge generieren, aber es gibt auch Start-Ups, die von Anfang an erfolgreich arbeiten. Auch aus Erfolgen kann man lernen“. Wichtig sei eine Unternehmensstrategie, die zulasse, auch mal den Kurs zu wechseln. Max Langer, City Head Frankfurt Deliveroo Germany, verdeutlichte: „Entwicklungen, ob am Markt oder gesellschaftlich, muss man erkennen und darauf reagieren. Nur so kann ein Start-Up überlebensfähig sein.“ Die Podiumsteilnehmer bestätigten, dass von Anfang ihrer Tätigkeit in einem Start-Up der Austausch mit der Umgebung und der Gesellschaft wichtig gewesen sei.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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