14. Dezember 2017
"Es ist wichtig den richtigen Zeitpunkt zu finden, um auf Elektromobilität umzusteigen."
Drei Sichtweisen auf das Thema E-Mobilität
Mobilität 4.0: Der Geschäftsführer der Energie Calw GmbH (ENCW), Horst Graef, stellte das Unternehmen vor und berichtete über deren Aktivitäten im Bereich Elektromobilität. Ricarda Becker, Managerin Geschäftsentwicklung Elektromobilität bei der ENCW, berichtete über die Herausforderungen von großskalarer E-Mobilität. Aus einer anderen Sichtweise erzählte Johannes Brodführer, Geschäftsführer der eliso GmbH. Sein Unternehmen plant und betreibt Ladestationen für Elektroautos.
Bild 1: Horst Graef stellt die Energie Calw GmbH vor. (Foto: WR)

Elektromobilität sei laut Horst Graef der Beginn einer anderen Logik von Energie und Mobilität und zeichne einen neuen smarteren und ressourcenschonenderen Lebensstil aus. Elektromobilität sei groß im Kommen. Dies zeige laut Graef, dass „den Menschen heutzutage eine umweltfreundliche Fahrweise mehr wert ist, als ein lauter Motor.“, so Graef. Doch durch die Elektromobilität entstünde auch ein neuer Kooperationswettbewerb. So müssen „unterschiedliche Firmen, trotz Wettbewerb zusammenarbeiten, um für den Kunde die Optimale Bedingung liefern zu können.“ 

Bild 2: Ricarda Becker berichtete über die Herausforderungen der Elektromobilität (Foto: WR)

Ricarda Becker unterstützt bei der ENCW federführend jegliches Engagement zum Thema Elektromobilität. Sie gab Einblick in Ihre Arbeit: „2011 schaffte die ENCW erste Elektrofahrzeuge an und fungierte so als Vorreiter“, berichtete Becker. Die Herausforderung für die Firma sei es, das Thema Elektromobilität erlebbar zu machen. Dies löse die ENCW indem sie beispielsweise vermehrt Probefahrten anbiete. Des Weiteren berichtete Becker über die Ladeinfrastruktur in der Region Calw. Derzeit gebe es 48 Ladepunkte in der Region, weitere 80 seien in Planung.

 

Bild 3: v.l.n.r. Judith Krauss, Johannes Brodführer, Ricarda Becker, Horst Graef (Foto: WR)

Johannes Brodführer betonte, wie wichtig es sei, „den richtigen Zeitpunkt zu finden, um auf Elektromobilität umzusteigen.“ Denn nicht für jeden sei der gleiche Zeitpunkt optimal. Die Sorge, dass es zu wenig Strom gebe, teilt Brodführer nicht: „In Deutschland gibt es mehr Strom- als Benzinleitungen, also sollte die größer werdende Nachfrage nach Elektromobilität kein Problem darstellen.“ Auch beschäftigte er sich in seinem Vortrag mit der Frage, wieso der Durchbruch der Elektromobilität gerade jetzt stattfindet. Laut Brodführer seien mehrere Punkte verantwortlich: Zum einen die steigende Bekanntheit der Elektromobilität. Zum anderen sei in unserer Region der Feinstaubalarm für die steigende Nachfrage nach Elektromobilität verantwortlich. Beispielsweise spielten aber auch die verbesserte Batterietechnologie und der Abgasskandal eine entscheidende Rolle.