27. März 2017
EU-Rechnungshof-Präsident Lehne zum Hintergrundgespräch beim Düsseldorfer Wirtschaftsrat
v.l.n.r. Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Klaus-Heiner Lehne, Dr. Otto-Heinrich Blank (Foto: Wirtschaftsrat)

Wie wird mit dem Geld der europäischen Mitgliedsstaaten umgegangen? – Dieser Frage ging der Wirtschaftsrat Düsseldorf in einem Hintergrundgespräch mit dem Präsidenten des Europäischen Rechnungshofes, Klaus-Heiner Lehne, im Industrie Club nach. Lehne, selber gebürtiger Düsseldorfer, freute sich, in seiner Heimatstadt über seine Arbeit vor fachkundigen Unternehmern berichten zu können. Herzlich begrüßte der Sprecher der Sektion Düsseldorf, Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, den überzeugten Europäer, der 1994 erstmalig in das EU-Parlament gewählte wurde. 

Der erfahrene EU-Politiker berichtete, dass er in seiner Funktion, die er seit 2016 inne hat, der Vorgesetzte für 900 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei. Der Rechnungshof (EuRH) sei 1977 errichtet worden, um die EU-Finanzen zu prüfen. Dabei werde sowohl die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite untersucht. Die Ergebnisse werden von der Europäischen Kommission, vom Europäischen Parlament, vom Rat und von den Mitgliedstaaten genutzt, um die Verwaltung des EU-Haushalts zu überwachen und erforderlichenfalls zu verbessern. Die Prüfungstätigkeit des EuRH bilde eine wichtige Grundlage für das jährliche Entlastungsverfahren, in dessen Rahmen das Parlament auf der Grundlage einer Empfehlung des Rates entscheidet, ob die Ausführung des Haushaltsplans des Vorjahres durch die Kommission zufriedenstellend war.