26. April 2012
Europäische Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt
Die Landwirtschaft und die verarbeitenden Betriebe in der Lebensmittelbranche sind in Sachsen-Anhalt gut aufgestellt
„Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist so gut aufgestellt, dass der Boden mittlerweile einen hohen Wert erreicht hat. Wir müssen jedoch bei den großen Flächenstrukturen darauf achten, dass der Landwirt die Nähe zu den Ortschaften und den Bewohnern behält“ so Dr. Aeikens in seinem Vortrag.
Bild v. Julia Romswinkel: Minister Dr. Hermann Onko Aeikens, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Sachsen-Anahlt

Anlässlich der Sektionsveranstaltung in Stendal am 11. April 2012 bei der Firma Altmärker Fleisch- und Wurstwaren GmbH diskutierten die gut 30 Teilnehmer mit dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Hermann Onko Aeikens unter dem Titel „Europäische Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt“.

 

„Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist so gut aufgestellt, dass der Boden mittlerweile einen hohen Wert erreicht hat. Wir müssen jedoch bei den großen Flächenstrukturen darauf achten, dass der Landwirt die Nähe zu den Ortschaften und den Bewohnern behält“ so Dr. Aeikens in seinem Vortrag.

 

Die großen Strukturen der Landwirtschaft bringt die gesamte Branche in eine vorteilhafte Situation, da hierüber genügend Gewinne auch in die Betriebe und in die Technik reininvestiert werden können. Bei den Verarbeitern der Landwirtschaftlichen Produkte, wie in der Firma Altmärker Fleisch- und Wurstwaren, sieht es hingegen schon anders aus. Diese müssen zumindest bundesweit ihre Produkte vermarkten, was schon andere Vertriebsweg und eine ausreichende Logistik erfordert.


Die europäischen Rahmenbedingungen werden sich solange nicht ändern, wie die neuen EU-Länder noch im Aufbau sind. Dieses ist ein geregelter Markt, der dazu führt, dass nach wie vor Lebensmittelpreise immer noch günstig sind. Damit lohnt es sich für die Erzeuger nur auf Masse zu setzen. Demzufolge kann es auch immer wieder zu Schwierigkeiten in der Qualität kommen. Mittlerweile haben sich jedoch so gute Meldeketten und Kontrollen etabliert, dass die Verbraucher ruhigen Gewissens die angebotenen Lebensmittel kaufen können.

Bild v. Julia Romswinkel: Dr. Christoph v. Katte Sektionssprecher, Presse, Gäste und Mitglieder des Wirtschaftsrates

„Dennoch müssen wir mehr Qualität in die Lebensmittel bringen, da hierfür eine ausreichende Verbrauchernachfrage besteht. Dies kann jedoch nur von gut aufgestellten und vermarktungsaffinen Landwirtschaftsbetrieben in der Biobranche geleistet werden.“ So der Sektionssprecher Dr. Christoph v. Katte.

 

Hochpreisige Lebensmittel sind heute sehr gut in den Ballungsgebieten zu vermarkten. Mit der Vorankündigung des Spargelessens am 24. Mai 2012 mit der Landesbischöfin Ilse Junkermann schloss der Sektionsvorsitzende den offiziellen Teil der Veranstaltung.


Die Veranstaltung klang mit einem Rundgang durch die Produktionsräume der Firma Altmärker Fleisch- und Wurstwaren GmbH, einem Imbiss und vielen Einzelgesprächen aus.